Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 5

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Mein Sohn, auf meine Weisheit merke auf, zu meiner Einsicht neige dein Ohr,

2um Besonnenheit zu bewahren, und Erkenntnis sollen deine Lippen behüten.

3Denn Honigseim träufeln die Lippen der Fremden, und glatter als Öl ist ihr Gaumen.

4Doch ihr Ende ist bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.

5Ihre Füße steigen hinab zum Tod, ihre Schritte halten am Scheol fest.

6Den Pfad des Lebens erwägt sie nicht; ihre Gleise schwanken, sie merkt es nicht.

7Und nun, ihr Söhne, hört auf mich, und weicht nicht ab von den Reden meines Mundes.

8Halte fern von ihr deinen Weg, und nahe nicht der Tür ihres Hauses,

9damit du nicht anderen deine Hoheit gibst und deine Jahre einem Grausamen,

10damit sich nicht Fremde an deiner Kraft sättigen und deine Mühen im Haus eines Fremden landen,

11und du stöhnst an deinem Ende, wenn dein Fleisch und dein Leib dahinschwinden,

12und du sagst: Wie habe ich die Zucht gehasst, und Zurechtweisung hat mein Herz verworfen!

13Und ich habe nicht gehört auf die Stimme meiner Lehrer, und meinen Unterweisern neigte ich nicht mein Ohr.

14Beinahe wäre ich ganz ins Unglück geraten, mitten in Versammlung und Gemeinde.

15Trinke Wasser aus deiner Zisterne und Rinnendes aus deinem Brunnen.

16Sollen deine Quellen sich nach draußen ergießen, auf die Plätze die Wasserbäche?

17Dir allein sollen sie gehören, und keinen Fremden neben dir.

18Gesegnet sei dein Born, und freue dich an der Frau deiner Jugend:

19eine liebliche Hirschkuh und anmutige Gemse; ihre Brüste sollen dich sättigen zu jeder Zeit, an ihrer Liebe berausche dich immerfort.

20Und warum solltest du, mein Sohn, dich berauschen an einer Fremden und den Busen einer Fremden umarmen?

21Denn vor den Augen des HERRN liegen die Wege des Mannes, und alle seine Gleise wägt er ab.

22Seine eigenen Verschuldungen fangen ihn, den Frevler, und in den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten.

23Er wird sterben aus Mangel an Zucht, und in der Fülle seiner Torheit taumelt er dahin.