Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 27

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was ein Tag gebiert.

2Es rühme dich ein Fremder und nicht dein eigener Mund, ein Auswärtiger und nicht deine Lippen.

3Schwer ist der Stein und lastend der Sand, doch der Ärger eines Narren ist schwerer als beide.

4Grausamkeit ist der Grimm und Überschwemmung der Zorn, doch wer kann bestehen vor der Eifersucht?

5Besser ist offene Zurechtweisung als verborgene Liebe.

6Treu gemeint sind die Wunden dessen, der liebt, doch trügerisch die Küsse dessen, der hasst.

7Eine satte Seele zertritt den Honigseim, doch einer hungrigen Seele ist alles Bittere süß.

8Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mann, der aus seinem Ort flüchtet.

9Öl und Räucherwerk erfreuen das Herz, und die Süße des Freundes kommt aus dem Rat der Seele.

10Deinen Freund und den Freund deines Vaters verlasse nicht, und in das Haus deines Bruders geh nicht am Tag deines Unglücks; besser ist ein naher Nachbar als ein ferner Bruder.

11Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem antworten kann, der mich schmäht.

12Ein Kluger sieht das Unglück und verbirgt sich, die Einfältigen gehen weiter und müssen büßen.

13Nimm sein Kleid, denn er hat für einen Fremden gebürgt, und pfände ihn für eine fremde Frau.

14Wer seinen Nächsten mit lauter Stimme segnet, früh am Morgen aufstehend, dem wird es als Fluch angerechnet.

15Ein ständiges Tropfen am Tag des Dauerregens und eine zänkische Frau gleichen einander.

16Wer sie verbirgt, verbirgt den Wind, und mit seiner Rechten greift er nach Öl.

17Eisen schärft Eisen, und ein Mann schärft das Angesicht seines Nächsten.

18Wer den Feigenbaum hütet, wird seine Frucht essen, und wer seinen Herrn behütet, wird geehrt werden.

19Wie im Wasser das Angesicht dem Angesicht entspricht, so das Herz des Menschen dem Menschen.

20Scheol und Abgrund werden nicht satt, und die Augen des Menschen werden nicht satt.

21Der Schmelztiegel ist für das Silber und der Ofen für das Gold, und ein Mann wird geprüft nach seinem Ruhm.

22Wenn du den Narren im Mörser zerstößt inmitten der Graupen mit dem Stößel, so weicht seine Narrheit nicht von ihm.

23Erkenne genau das Angesicht deiner Schafe, richte dein Herz auf die Herden.

24Denn nicht für immer währt der Vorrat, und hält eine Krone von Geschlecht zu Geschlecht?

25Ist das Gras verschwunden und das junge Grün erschienen und sind die Kräuter der Berge eingesammelt,

26so sind die Lämmer für deine Kleidung, und der Kaufpreis eines Feldes sind die Böcke,

27und genug Ziegenmilch ist für deine Speise, für die Speise deines Hauses und für den Lebensunterhalt deiner Mägde.