Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 88

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Ein Lied, ein Psalm, von den Söhnen Korachs. Dem Chormeister, nach Machalat, zum Anstimmen. Ein Maskil von Heman, dem Esrachiter.

2HERR, Gott meiner Rettung, am Tag schrie ich, in der Nacht vor dir.

3Es komme vor dein Angesicht mein Gebet, neige dein Ohr zu meinem Schreien.

4Denn satt ist von Übeln meine Seele, und mein Leben hat den Scheol erreicht.

5Ich werde gerechnet zu denen, die in die Grube hinabsteigen, ich bin geworden wie ein Mann ohne Kraft.

6Unter den Toten freigegeben, wie Erschlagene, die im Grab liegen, an die du nicht mehr denkst, und sie sind von deiner Hand abgeschnitten.

7Du hast mich in die unterste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen.

8Auf mir lastet dein Grimm, und mit all deinen Wogen hast du mich gebeugt. Sela.

9Du hast meine Bekannten weit von mir entfernt, hast mich zum Abscheu gemacht für sie. Eingeschlossen, und ich kann nicht heraus.

10Mein Auge ist verschmachtet vor Elend. Ich habe dich gerufen, HERR, an jedem Tag, ich habe zu dir ausgebreitet meine Hände.

11Tust du an den Toten Wunder? Oder stehen die Schatten auf, dass sie dich preisen? Sela.

12Wird im Grab erzählt deine Güte, deine Treue im Abaddon?

13Wird in der Finsternis erkannt dein Wunder, und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

14Und ich, zu dir, HERR, habe ich um Hilfe geschrien, und am Morgen kommt dir mein Gebet entgegen.

15Warum, HERR, verstößt du meine Seele, verbirgst dein Angesicht vor mir?

16Elend bin ich und am Verscheiden von Jugend an, ich trage deine Schrecken, ich bin verstört.

17Über mich sind deine Zornesgluten gegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.

18Sie umgeben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie umringen mich allesamt.

19Du hast von mir entfernt Freund und Gefährten, meine Bekannten sind Finsternis.