Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 31

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Dem Chormeister. Ein Psalm von David.

2Bei dir, HERR, habe ich Zuflucht gesucht, lass mich nicht zuschanden werden in Ewigkeit; in deiner Gerechtigkeit rette mich.

3Neige zu mir dein Ohr, eilends reiße mich heraus; sei mir zum Fels der Zuflucht, zum Burghaus, mich zu retten.

4Denn mein Fels und meine Burg bist du; und um deines Namens willen führe mich und leite mich.

5Du führst mich heraus aus dem Netz, das sie mir heimlich gelegt haben; denn du bist meine Zuflucht.

6In deine Hand befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du Gott der Treue.

7Ich hasse die, die auf trügerische Nichtigkeiten achten; ich aber, ich vertraue auf den HERRN.

8Ich will jubeln und mich freuen über deine Güte, dass du mein Elend angesehen, die Nöte meiner Seele erkannt hast.

9Und du hast mich nicht ausgeliefert in die Hand des Feindes, hast meine Füße auf weiten Raum gestellt.

10Sei mir gnädig, HERR, denn mir ist angst; vor Kummer verfällt mein Auge, meine Seele und mein Leib.

11Denn in Gram schwindet mein Leben dahin und meine Jahre im Seufzen; meine Kraft strauchelt durch meine Schuld, und meine Gebeine verfallen.

12Wegen all meiner Bedränger bin ich zum Hohn geworden, meinen Nachbarn ganz besonders, und zum Schrecken meinen Bekannten; die mich auf der Gasse sehen, fliehen vor mir.

13Ich bin vergessen, aus dem Herzen, wie ein Toter; ich bin geworden wie ein verlorenes Gefäß.

14Denn ich höre das Geraune vieler — Grauen ringsum —, wenn sie sich gemeinsam gegen mich beraten; mir das Leben zu nehmen, sinnen sie.

15Ich aber, auf dich habe ich vertraut, HERR; ich sage: Mein Gott bist du.

16In deiner Hand sind meine Zeiten; rette mich aus der Hand meiner Feinde und vor meinen Verfolgern.

17Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht; rette mich in deiner Güte.

18HERR, lass mich nicht zuschanden werden, denn ich rufe dich an; zuschanden werden sollen die Frevler, verstummen hinab zum Scheol.

19Verstummen sollen die Lügenlippen, die gegen den Gerechten Freches reden, in Hochmut und Verachtung.

20Wie groß ist deine Güte, die du bewahrt hast für die, die dich fürchten, die du gewirkt hast für die, die bei dir Zuflucht suchen, vor den Menschenkindern.

21Du birgst sie im Schirm deines Angesichts vor den Ränken der Menschen; du verwahrst sie in einer Hütte vor dem Zank der Zungen.

22Gepriesen sei der HERR, denn wunderbar hat er seine Güte an mir erwiesen in einer belagerten Stadt.

23Ich aber, ich sagte in meiner Bestürzung: Ich bin abgeschnitten von deinen Augen. Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, als ich zu dir um Hilfe schrie.

24Liebt den HERRN, all seine Frommen! Die Treuen behütet der HERR, und reichlich vergilt er dem, der Hochmut tut.

25Seid stark, und euer Herz fasse Mut, ihr alle, die ihr auf den HERRN harrt!