Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Philipper 2

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Wenn es also irgendeine Ermutigung in Christus gibt, wenn irgendein Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein Erbarmen und Mitgefühl,

2so macht meine Freude voll, dass ihr dasselbe denkt, dieselbe Liebe habend, einmütig, das eine denkend,

3nichts aus Eigennutz noch aus eitler Ruhmsucht, sondern in der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst,

4nicht das Eigene ein jeder im Blick habend, sondern auch das der anderen ein jeder.

5Dies denkt in euch, was auch in Christus Jesus,

6der in Gestalt Gottes seiend es nicht als einen Raub erachtete, Gott gleich zu sein,

7sondern entleerte sich selbst, Knechtsgestalt nehmend, in Gleichheit der Menschen geworden; und in der Erscheinung erfunden wie ein Mensch

8erniedrigte er sich selbst, gehorsam geworden bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz.

9Darum hat auch Gott ihn hoch erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über jedem Namen ist,

10damit im Namen Jesu sich beuge jedes Knie der Himmlischen und der Irdischen und der Unterirdischen

11und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Herrlichkeit Gottes, des Vaters.

12Daher, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorcht habt, nicht wie in meiner Anwesenheit allein, sondern jetzt viel mehr in meiner Abwesenheit, mit Furcht und Zittern wirkt eure eigene Rettung;

13denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zugunsten des Wohlgefallens.

14Alles tut ohne Murren und Bedenken,

15damit ihr werdet untadelig und lauter, Kinder Gottes, makellos inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter denen ihr leuchtet wie Lichter in der Welt,

16das Wort des Lebens festhaltend, mir zum Ruhm auf den Tag Christi, dass ich nicht ins Leere gelaufen bin noch ins Leere mich gemüht habe.

17Aber wenn ich auch als Trankopfer ausgegossen werde über dem Opfer und dem Dienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen;

18dasselbe aber freut auch ihr euch und freut euch mit mir.

19Ich hoffe aber im Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu senden, damit auch ich guten Mutes sei, wenn ich das über euch erfahre.

20Denn ich habe keinen Gleichgesinnten, der so aufrichtig um das besorgt sein wird, was euch betrifft;

21die alle nämlich suchen das Eigene, nicht das Christi Jesu.

22Seine Bewährung aber kennt ihr, dass er wie ein Kind dem Vater mit mir gedient hat für das Evangelium.

23Diesen nun hoffe ich zu senden, sobald ich übersehe, was es um mich steht, sogleich;

24ich vertraue aber im Herrn, dass auch ich selbst bald kommen werde.

25Notwendig aber hielt ich es, Epaphroditus, den Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter von mir, euren Boten aber und Diener meiner Not, zu euch zu senden,

26da er sich nach euch allen sehnte und in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank geworden war.

27Denn er ist auch krank geworden, dem Tod nahe; aber Gott hat sich seiner erbarmt, nicht seiner allein aber, sondern auch meiner, damit ich nicht Traurigkeit über Traurigkeit hätte.

28Eiliger nun habe ich ihn gesandt, damit ihr, wenn ihr ihn wiederseht, euch freut und ich weniger betrübt sei.

29Nehmt ihn nun auf im Herrn mit aller Freude, und solche haltet in Ehren,

30weil er um des Werkes Christi willen bis zum Tod gekommen ist, sein Leben aufs Spiel setzend, damit er ergänzte, was an eurem Dienst für mich fehlte.