Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 9

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und einsteigend in ein Boot fuhr er hinüber und kam in die eigene Stadt.

2Und siehe, sie brachten ihm einen Gelähmten, auf einem Bett liegend. Und als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Sei guten Mutes, Kind, vergeben werden dir deine Sünden.

3Und siehe, einige der Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert.

4Und Jesus, ihre Gedanken sehend, sagte: Wozu denkt ihr Böses in euren Herzen?

5Was nämlich ist leichter, zu sagen: Vergeben werden dir deine Sünden, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?

6Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat auf der Erde, Sünden zu vergeben — dann sagt er zu dem Gelähmten: Aufgestanden, hebe dein Bett auf und geh weg in dein Haus.

7Und erhoben ging er weg in sein Haus.

8Als aber die Mengen es sahen, fürchteten sie sich und priesen Gott, der eine solche Vollmacht den Menschen gegeben hat.

9Und vorübergehend von dort sah Jesus einen Menschen am Zollhaus sitzen, Matthäus genannt, und er sagt zu ihm: Folge mir. Und aufgestanden folgte er ihm.

10Und es geschah, als er zu Tisch lag im Haus, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und lagen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch.

11Und als die Pharisäer es sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern?

12Er aber, als er es hörte, sagte: Nicht haben die Starken einen Arzt nötig, sondern die sich schlecht Befindenden.

13Gehend aber lernt, was es ist: Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer. Denn nicht kam ich, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

14Dann treten zu ihm die Jünger des Johannes, sagend: Warum fasten wir und die Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht?

15Und Jesus sagte zu ihnen: Können etwa die Söhne des Brautgemachs trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, wann der Bräutigam von ihnen weggenommen wird, und dann werden sie fasten.

16Niemand aber setzt einen Flicken aus ungewalktem Stoff auf ein altes Kleid; denn der Flicken reißt vom Kleid ab, und ein schlimmerer Riss entsteht.

17Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche; sonst aber zerreißen die Schläuche, und der Wein wird ausgegossen und die Schläuche gehen zugrunde; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, und beide werden zusammen bewahrt.

18Während er dies zu ihnen redete, siehe, ein Vorsteher kam herein und warf sich vor ihm nieder, sagend: Meine Tochter ist eben gestorben; aber komm, leg deine Hand auf sie, und sie wird leben.

19Und erhoben folgte Jesus ihm und seine Jünger.

20Und siehe, eine Frau, blutflüssig zwölf Jahre, herzukommend von hinten, berührte den Saum seines Kleides;

21Denn sie sagte bei sich selbst: Wenn ich nur sein Kleid berühre, werde ich gerettet werden.

22Er aber, sich umwendend und sie sehend, sagte: Sei guten Mutes, Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Und gerettet wurde die Frau von jener Stunde an.

23Und als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Flötenspieler sah und die lärmende Menge,

24sagte er: Zieht euch zurück; denn nicht starb das Mädchen, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn.

25Als aber die Menge hinausgeworfen war, ging er hinein und ergriff ihre Hand, und das Mädchen wurde auferweckt.

26Und es ging dieses Gerücht aus in jenes ganze Land.

27Und als Jesus von dort vorüberging, folgten ihm zwei Blinde, schreiend und sagend: Erbarme dich unser, Sohn Davids.

28Als er aber in das Haus gekommen war, traten die Blinden zu ihm, und Jesus sagt zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr.

29Dann berührte er ihre Augen, sagend: Nach eurem Glauben geschehe euch.

30Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus fuhr sie streng an, sagend: Seht zu, niemand erfahre es.

31Sie aber, hinausgegangen, machten ihn bekannt in jenem ganzen Land.

32Als sie aber hinausgingen, siehe, sie brachten ihm einen stummen, von einem Dämon besessenen Menschen.

33Und als der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Mengen staunten und sagten: Niemals erschien es so in Israel.

34Die Pharisäer aber sagten: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

35Und Jesus zog umher durch alle Städte und die Dörfer, lehrend in ihren Synagogen und verkündend das Evangelium des Reiches und heilend jede Krankheit und jedes Gebrechen.

36Als er aber die Mengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und hingeworfen waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

37Dann sagt er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige;

38bittet also den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte.