Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 10

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und herbeigerufen habend seine zwölf Jünger, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sodass sie diese austreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen heilen.

2Der zwölf Apostel aber Namen sind diese: Erster Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder, und Jakobus, der des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder,

3Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus der Zöllner, Jakobus, der des Alphäus, und Lebbäus,

4Simon der Kananäer und Judas der Iskariot, der ihn auch verraten hat.

5Diese zwölf sandte aus Jesus, ihnen befehlend und sagend: Auf den Weg der Heiden geht nicht weg, und in eine Stadt der Samaritaner geht nicht hinein;

6geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

7Hingehend aber verkündigt, sagend: Nahe gekommen ist das Himmelreich.

8Kranke heilt, Tote weckt auf, Aussätzige reinigt, Dämonen treibt aus; umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt.

9Verschafft euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel,

10keine Tasche für den Weg noch zwei Untergewänder noch Schuhe noch einen Stab; denn würdig ist der Arbeiter seiner Nahrung.

11In welche Stadt aber oder welches Dorf ihr hineingeht, erkundet, wer in ihr würdig ist; und dort bleibt, bis ihr weggeht.

12Hineingehend aber in das Haus grüßt es;

13und wenn nun das Haus würdig ist, komme euer Friede über es; wenn es aber nicht würdig ist, kehre euer Friede zu euch zurück.

14Und wer euch nicht aufnimmt noch eure Worte hört, hinausgehend aus jenem Haus oder jener Stadt, schüttelt den Staub von euren Füßen ab.

15Amen, ich sage euch: Erträglicher wird es sein dem Land von Sodom und Gomorra am Tag des Gerichts als jener Stadt.

16Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; seid nun klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben.

17Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch ausliefern an die Synedrien, und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln;

18und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, zum Zeugnis für sie und für die Heiden.

19Wenn sie euch aber ausliefern, sorgt euch nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch gegeben werden in jener Stunde, was ihr reden sollt;

20denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet.

21Es wird aber ausliefern Bruder Bruder in den Tod und Vater Kind, und es werden sich erheben Kinder gegen Eltern und sie zu Tode bringen.

22Und ihr werdet gehasst werden von allen um meines Namens willen; der aber ausgeharrt hat bis ans Ende, dieser wird gerettet werden.

23Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, flieht in die andere; denn amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende bringen die Städte Israels, bis kommt der Sohn des Menschen.

24Nicht ist ein Jünger über dem Lehrer, noch ein Knecht über seinem Herrn.

25Es genügt dem Jünger, dass er werde wie sein Lehrer, und der Knecht wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebul genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen.

26Fürchtet sie also nicht; denn nichts ist verhüllt, das nicht enthüllt werden wird, und verborgen, das nicht erkannt werden wird.

27Was ich euch sage in der Finsternis, sagt im Licht; und was ihr ins Ohr hört, verkündigt auf den Dächern.

28Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib verderben kann in der Gehenna.

29Werden nicht zwei Sperlinge für einen Assarion verkauft? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater.

30Von euch aber sind auch die Haare des Hauptes alle gezählt.

31Fürchtet euch also nicht; vielen Sperlingen seid ihr überlegen.

32Jeder nun, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist;

33wer aber mich verleugnen wird vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.

34Meint nicht, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

35Denn ich bin gekommen, zu entzweien einen Menschen gegen seinen Vater und eine Tochter gegen ihre Mutter und eine Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter,

36und Feinde des Menschen werden seine Hausgenossen sein.

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;

38und wer nicht nimmt sein Kreuz und nachfolgt hinter mir, ist meiner nicht würdig.

39Wer sein Leben gefunden hat, wird es verlieren, und wer sein Leben verloren hat um meinetwillen, wird es finden.

40Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

41Wer einen Propheten aufnimmt im Namen eines Propheten, wird eines Propheten Lohn empfangen, und wer einen Gerechten aufnimmt im Namen eines Gerechten, wird eines Gerechten Lohn empfangen.

42Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt im Namen eines Jüngers, amen, ich sage euch: Er wird seinen Lohn keinesfalls verlieren.