Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 22

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und antwortend sprach Jesus wiederum zu ihnen in Gleichnissen, sagend:

2Verglichen wurde das Himmelreich einem Menschen, einem König, der eine Hochzeit machte für seinen Sohn.

3Und er sandte seine Knechte, zu rufen die Geladenen zur Hochzeit, und sie wollten nicht kommen.

4Wiederum sandte er andere Knechte, sagend: Sagt den Geladenen: Siehe, mein Mahl habe ich bereitet, meine Stiere und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit.

5Sie aber kümmerten sich nicht darum und gingen weg, der eine auf seinen eigenen Acker, der andere zu seinem Handel;

6die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie.

7Der König aber wurde zornig, und nachdem er seine Heere gesandt hatte, brachte er jene Mörder um und steckte ihre Stadt in Brand.

8Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit zwar ist bereit, die Geladenen aber waren nicht würdig;

9geht nun hin an die Kreuzungen der Wege, und so viele ihr findet, ruft zur Hochzeit.

10Und jene Knechte gingen hinaus auf die Wege und versammelten alle, die sie fanden, Böse wie Gute, und der Hochzeitssaal füllte sich mit Tischgästen.

11Als aber der König hineinging, die Tischgäste zu betrachten, sah er dort einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitsgewand bekleidet war;

12und er sagt zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen, ohne ein Hochzeitsgewand zu haben? Der aber verstummte.

13Dann sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis; dort wird das Weinen sein und das Zähneknirschen.

14Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwählt.

15Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn in einem Wort fangen könnten.

16Und sie senden zu ihm ihre Jünger mit den Anhängern des Herodes, sagend: Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst, und es liegt dir an niemandem, denn du siehst nicht auf das Angesicht der Menschen;

17sage uns nun, was dünkt dich: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht?

18Jesus aber, ihre Bosheit erkennend, sprach: Was versucht ihr mich, Heuchler?

19Zeigt mir die Münze der Steuer. Sie aber brachten ihm einen Denar.

20Und Jesus sagt zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift?

21Sie sagen: Des Kaisers. Dann sagt er zu ihnen: Gebt nun zurück das des Kaisers dem Kaiser und das Gottes Gott.

22Und als sie das hörten, staunten sie, und sie ließen ihn und gingen weg.

23An jenem Tag traten zu ihm Sadduzäer, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und sie fragten ihn,

24sagend: Lehrer, Mose hat gesagt: Wenn jemand stirbt, ohne Kinder zu haben, soll sein Bruder dessen Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.

25Es waren aber bei uns sieben Brüder, und der erste, der heiratete, starb, und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder.

26Ebenso auch der zweite und der dritte, bis zu den sieben.

27Zuletzt aber von allen starb die Frau.

28In der Auferstehung nun, wessen von den sieben wird sie Frau sein? Denn alle hatten sie.

29Antwortend aber sprach Jesus zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes.

30Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel Gottes im Himmel.

31Über die Auferstehung der Toten aber, habt ihr nicht gelesen das euch von Gott Gesagte, der spricht:

32Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden.

33Und als die Mengen das hörten, waren sie außer sich über seine Lehre.

34Die Pharisäer aber, als sie hörten, dass er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sich am selben Ort,

35und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzeskundiger, ihn versuchend:

36Lehrer, welches Gebot ist groß im Gesetz?

37Er aber sprach zu ihm: Du sollst lieben den Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken.

38Dies ist das große und erste Gebot.

39Ein zweites aber ist diesem gleich: Du sollst lieben deinen Nächsten wie dich selbst.

40An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

41Als aber die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus,

42sagend: Was dünkt euch über den Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids.

43Er sagt zu ihnen: Wie nennt ihn dann David im Geist Herr, sagend:

44Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde unter deine Füße.

45Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er sein Sohn?

46Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, noch wagte jemand von jenem Tag an, ihn weiter zu fragen.