Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 20

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Denn gleich ist das Himmelreich einem Menschen, einem Hausherrn, der frühmorgens hinausging, um Arbeiter zu dingen für seinen Weinberg.

2Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.

3Und hinausgegangen um die dritte Stunde, sah er andere auf dem Markt müßig stehen,

4und zu jenen sprach er: Geht auch ihr in den Weinberg, und was gerecht sein mag, werde ich euch geben.

5Sie aber gingen hin. Wiederum aber hinausgegangen um die sechste und neunte Stunde, tat er ebenso.

6Um die elfte aber hinausgegangen, fand er andere stehen, und er sagt zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?

7Sie sagen zu ihm: Weil niemand uns gedungen hat. Er sagt zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg.

8Als es aber Abend geworden war, sagt der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und gib den Lohn, beginnend von den Letzten bis zu den Ersten.

9Und gekommen, die um die elfte Stunde, empfingen sie je einen Denar.

10Gekommen aber, die Ersten, meinten sie, dass sie mehr empfangen würden; und sie empfingen je einen Denar auch sie.

11Empfangen aber habend, murrten sie gegen den Hausherrn,

12sagend: Diese, die Letzten, haben eine Stunde getan, und gleich uns hast du sie gemacht, die wir getragen haben die Last des Tages und die Hitze.

13Er aber, antwortend einem von ihnen, sprach: Freund, ich tue dir nicht unrecht; bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen?

14Nimm das Deine und geh. Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.

15Oder ist es mir nicht erlaubt, was ich will, zu tun mit dem Meinen? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?

16So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.

17Und hinaufgehend, Jesus, nach Jerusalem, nahm er die Zwölf beiseite, und auf dem Weg sprach er zu ihnen:

18Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird überliefert werden den Hohepriestern und Schriftgelehrten, und sie werden ihn verurteilen zum Tode.

19Und sie werden ihn überliefern den Heiden, um zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen, und am dritten Tage wird er auferweckt werden.

20Dann trat zu ihm die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, niederfallend und etwas erbittend von ihm.

21Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, dass diese meine zwei Söhne sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, in deinem Reich.

22Antwortend aber, Jesus, sprach: Ihr wisst nicht, was ihr erbittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagen zu ihm: Wir können es.

23Er sagt zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, das Sitzen aber zu meiner Rechten und zu meiner Linken, das ist nicht mein, zu geben, sondern denen, für die es bereitet ist von meinem Vater.

24Und gehört habend, die Zehn, wurden sie unwillig über die zwei Brüder.

25Jesus aber, herbeigerufen habend sie, sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher der Völker über sie herrschen und die Großen Gewalt über sie ausüben.

26Nicht so wird es sein unter euch; sondern wer immer unter euch groß werden will, der wird euer Diener sein,

27und wer immer unter euch Erster sein will, der wird euer Knecht sein;

28gleichwie der Sohn des Menschen nicht kam, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und zu geben sein Leben als Lösegeld für viele.

29Und als sie hinauszogen aus Jericho, folgte ihm eine große Menge.

30Und siehe, zwei Blinde, sitzend am Weg, gehört habend, dass Jesus vorübergeht, schrien sie, sagend: Erbarme dich unser, Sohn Davids!

31Die Menge aber bedrohte sie, dass sie schweigen sollten; sie aber schrien noch mehr, sagend: Herr, erbarme dich unser, Sohn Davids!

32Und stehengeblieben, rief Jesus sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tue?

33Sie sagen zu ihm: Herr, dass geöffnet werden unsere Augen.

34Innerlich bewegt aber, Jesus, rührte er ihre Augen an, und sogleich sahen sie wieder und folgten ihm.