Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Markus 8

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1In jenen Tagen, als wiederum eine große Menge vorhanden war und sie nicht hatten, was sie essen sollten, ruft er die Jünger herbei und sagt zu ihnen:

2Ich habe Erbarmen mit der Menge, denn schon drei Tage bleiben sie bei mir und haben nicht, was sie essen sollen.

3Und wenn ich sie hungrig in ihr Haus entlasse, werden sie auf dem Weg ermatten; und einige von ihnen sind von weither gekommen.

4Und es antworteten ihm seine Jünger: Woher wird jemand diese hier sättigen können mit Broten in der Einöde?

5Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie aber sagten: Sieben.

6Und er gebietet der Menge, sich auf die Erde zu lagern; und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie vorlegten; und sie legten sie der Menge vor.

7Und sie hatten einige kleine Fische; und er segnete sie und legte auch diese vor.

8Und sie aßen und wurden satt, und sie hoben auf, was an Brocken übrig war, sieben Körbe.

9Es waren aber etwa viertausend; und er entließ sie.

10Und sogleich stieg er ins Boot mit seinen Jüngern und kam in die Gegend von Dalmanuta.

11Und es kamen heraus die Pharisäer und begannen, mit ihm zu streiten, und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, ihn versuchend.

12Und tief seufzend in seinem Geist sagt er: Warum sucht dieses Geschlecht ein Zeichen? Amen, ich sage euch: Diesem Geschlecht wird kein Zeichen gegeben werden.

13Und er ließ sie und stieg wieder ein und fuhr weg ans jenseitige Ufer.

14Und sie vergaßen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich im Boot.

15Und er schärfte ihnen ein und sagte: Seht zu, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.

16Und sie überlegten miteinander, dass sie keine Brote haben.

17Und als er es erkannte, sagt er zu ihnen: Was überlegt ihr, dass ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz noch immer verhärtet?

18Augen habend, seht ihr nicht, und Ohren habend, hört ihr nicht? Und erinnert ihr euch nicht,

19als ich die fünf Brote brach für die Fünftausend, wie viele Körbe voll von Brocken hobt ihr auf? Sie sagen zu ihm: Zwölf.

20Und als ich die sieben für die Viertausend brach, die Füllungen wie vieler Körbe an Brocken hobt ihr auf? Und sie sagen: Sieben.

21Und er sagte zu ihnen: Versteht ihr noch nicht?

22Und sie kommen nach Betsaida. Und sie bringen ihm einen Blinden und bitten ihn, dass er ihn anrühre.

23Und er ergriff die Hand des Blinden und führte ihn hinaus aus dem Dorf; und er spuckte in seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe.

24Und er blickte auf und sagte: Ich sehe die Menschen – wie Bäume sehe ich sie umhergehen.

25Dann legte er wiederum die Hände auf seine Augen, und er sah deutlich und wurde wiederhergestellt und sah alles klar.

26Und er schickte ihn in sein Haus und sagte: Geh nicht ins Dorf hinein.

27Und Jesus ging hinaus und seine Jünger in die Dörfer von Cäsarea Philippi; und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sagte zu ihnen: Wer sagen die Menschen, dass ich sei?

28Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elija; andere aber: einer der Propheten.

29Und er fragte sie: Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei? Antwortend sagt Petrus zu ihm: Du bist der Christus.

30Und er gebot ihnen, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.

31Und er begann, sie zu lehren, dass der Sohn des Menschen vieles leiden müsse und verworfen werden von den Ältesten und den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.

32Und offen redete er das Wort. Und Petrus nahm ihn beiseite und begann, ihn zu schelten.

33Er aber wandte sich um und sah seine Jünger und schalt Petrus und sagt: Geh hinter mich, Satan, denn du denkst nicht an das, was Gottes ist, sondern an das, was der Menschen ist.

34Und er rief die Menge herbei samt seinen Jüngern und sagte zu ihnen: Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach.

35Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, wird es retten.

36Denn was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und sein Leben einzubüßen?

37Denn was könnte ein Mensch als Gegenwert für sein Leben geben?

38Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.