Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Johannes 16

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht Anstoß nehmt.

2Ausgeschlossen aus der Synagoge werden sie euch machen; aber es kommt eine Stunde, dass jeder, der euch tötet, meint, einen Dienst Gott darzubringen.

3Und dieses werden sie tun, weil sie nicht erkannt haben den Vater noch mich.

4Aber dieses habe ich zu euch geredet, damit, wenn die Stunde kommt, ihr daran denkt, dass ich es euch gesagt habe. Dieses aber habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.

5Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du?

6Aber weil ich dieses zu euch geredet habe, hat die Traurigkeit euer Herz erfüllt.

7Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch zuträglich, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden.

8Und wenn jener gekommen ist, wird er die Welt überführen über Sünde und über Gerechtigkeit und über Gericht;

9über Sünde zwar, weil sie nicht an mich glauben;

10über Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater hingehe und ihr mich nicht mehr schaut;

11über Gericht aber, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

12Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen;

13wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch leiten in der ganzen Wahrheit; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er hört, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkünden.

14Jener wird mich verherrlichen, weil er von dem Meinen nehmen und euch verkünden wird.

15Alles, was der Vater hat, ist mein; deswegen sagte ich, dass er von dem Meinen nimmt und euch verkünden wird.

16Eine kleine Weile, und ihr schaut mich nicht mehr, und wieder eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen.

17Es sprachen nun einige von seinen Jüngern zueinander: Was ist dieses, das er uns sagt: Eine kleine Weile, und ihr schaut mich nicht, und wieder eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen? Und: Weil ich zum Vater hingehe?

18Sie sagten nun: Was ist dieses, das er sagt, das Kleine? Wir wissen nicht, was er redet.

19Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sagte zu ihnen: Darüber sucht ihr miteinander, dass ich sagte: Eine kleine Weile, und ihr schaut mich nicht, und wieder eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen?

20Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, die Welt aber wird sich freuen; ihr werdet betrübt sein, aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden.

21Die Frau, wenn sie gebiert, hat Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Bedrängnis wegen der Freude, dass ein Mensch in die Welt geboren ist.

22Und auch ihr habt nun zwar Traurigkeit; ich werde euch aber wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch weg.

23Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bittet, wird er es euch in meinem Namen geben.

24Bis jetzt habt ihr nichts erbeten in meinem Namen; bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude erfüllt sei.

25Dieses habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt eine Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch reden werde, sondern offen über den Vater euch verkünden werde.

26An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde;

27denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt habt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin.

28Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

29Es sagen seine Jünger: Siehe, jetzt redest du offen und sagst keine Bildrede.

30Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand fragt; daran glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.

31Es antwortete ihnen Jesus: Jetzt glaubt ihr?

32Siehe, es kommt eine Stunde und ist gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und mich allein lasst; und ich bin nicht allein, weil der Vater bei mir ist.

33Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.