Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Hebräer 8

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Die Hauptsache aber bei dem Gesagten ist: Einen solchen Hohenpriester haben wir, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln,

2ein Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr aufgerichtet hat, nicht ein Mensch.

3Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; daher ist es notwendig, dass auch dieser etwas habe, das er darbringe.

4Wenn er nun auf Erden wäre, wäre er nicht einmal Priester, da es ja die gibt, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen;

5welche dem Abbild und Schatten des Himmlischen dienen, so wie Mose eine göttliche Weisung empfing, als er im Begriff war, das Zelt zu vollenden; denn „sieh zu“, spricht er, „dass du alles machst nach dem Vorbild, das dir auf dem Berg gezeigt wurde.“

6Nun aber hat er einen ausgezeichneteren Dienst erlangt, um wie viel er auch eines besseren Bundes Mittler ist, welcher Bund auf besseren Verheißungen gesetzlich festgelegt ist.

7Denn wenn jener erste untadelig gewesen wäre, würde nicht für einen zweiten Raum gesucht.

8Denn sie tadelnd sagt er: Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da werde ich über das Haus Israel und über das Haus Juda einen neuen Bund vollenden,

9nicht gemäß dem Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tag, da ich ihre Hand ergriff, um sie herauszuführen aus dem Land Ägypten, weil sie nicht in meinem Bund geblieben sind, und ich kümmerte mich nicht um sie, spricht der Herr.

10Denn dies ist der Bund, den ich dem Haus Israel auferlegen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich gebe meine Gesetze in ihren Sinn, und auf ihr Herz werde ich sie schreiben, und ich werde ihnen zum Gott sein, und sie werden mir zum Volk sein.

11Und nicht sollen sie lehren, ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder, sagend: Erkenne den Herrn!, weil alle mich kennen werden, vom Kleinen bis zum Großen unter ihnen.

12Denn gnädig werde ich ihren Ungerechtigkeiten sein, und ihrer Sünden werde ich keinesfalls mehr gedenken.

13Indem er „einen neuen“ sagt, hat er den ersten für alt erklärt; das aber, was alt wird und altert, ist nahe dem Verschwinden.