Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Apostelgeschichte 5

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Ein Mann aber, einer mit Namen Ananias, mit Saphira, seiner Frau, verkaufte ein Besitztum

2und veruntreute von dem Erlös, wobei auch die Frau es mitwusste, und brachte einen gewissen Teil und legte ihn zu den Füßen der Apostel.

3Es sprach aber Petrus: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und von dem Erlös des Grundstücks veruntreut hast?

4Blieb es nicht dein, solange es blieb, und stand es nicht, verkauft, in deiner Verfügung? Was ist es, dass du diese Sache in dein Herz gesetzt hast? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.

5Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er hin und verschied; und es kam große Furcht über alle, die es hörten.

6Aufstehend aber, hüllten die Jüngeren ihn ein und hinaustragend begruben sie ihn.

7Es geschah aber ein Zeitraum von etwa drei Stunden, und seine Frau kam herein, die nicht wusste, was geschehen war.

8Es antwortete aber zu ihr Petrus: Sage mir, ob ihr das Grundstück für so viel hingegeben habt? Sie aber sagte: Ja, für so viel.

9Petrus aber zu ihr: Was ist es, dass es bei euch verabredet wurde, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen.

10Sie fiel aber sogleich hin zu seinen Füßen und verschied; hereinkommend aber fanden die jungen Männer sie tot, und hinaustragend begruben sie sie bei ihrem Mann.

11Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die dies hörten.

12Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk; und sie waren alle einmütig in der Halle Salomos.

13Von den Übrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschließen, sondern das Volk pries sie hoch;

14mehr aber wurden hinzugetan an Glaubenden dem Herrn, Mengen von Männern wie auch Frauen,

15sodass sie auch auf die Straßen die Kranken hinaustrugen und auf Bahren und Betten legten, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschatte.

16Es kam aber zusammen auch die Menge der umliegenden Städte um Jerusalem, bringend Kranke und solche, die von unreinen Geistern geplagt waren, welche alle geheilt wurden.

17Aufstehend aber der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, die bestehende Gruppe der Sadduzäer, wurden erfüllt mit Eifer

18und legten die Hände an die Apostel und setzten sie in öffentlichen Gewahrsam.

19Ein Engel des Herrn aber öffnete während der Nacht die Türen des Gefängnisses, und sie herausführend sprach er:

20Geht und tretet hin und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens.

21Als sie es aber hörten, gingen sie um die Morgendämmerung in den Tempel hinein und lehrten. Es kam aber der Hohepriester und die mit ihm waren und riefen den Hohen Rat zusammen und die ganze Ältestenschaft der Söhne Israels, und sie sandten zum Gefängnis, dass sie herbeigeführt würden.

22Die Diener aber, als sie hinkamen, fanden sie nicht im Gefängnis; sie kehrten zurück und berichteten,

23sagend: Das Gefängnis fanden wir verschlossen in aller Sicherheit und die Wächter an den Türen stehend; als wir aber öffneten, fanden wir drinnen niemanden.

24Als aber diese Worte hörten sowohl der Hauptmann des Tempels als auch die Hohenpriester, gerieten sie ihretwegen in Verlegenheit, was dies wohl werden würde.

25Es kam aber einer herbei und berichtete ihnen: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, sind im Tempel, stehen da und lehren das Volk.

26Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und führte sie herbei, nicht mit Gewalt, denn sie fürchteten das Volk, dass sie nicht gesteinigt würden;

27Sie führten sie aber herbei und stellten sie in den Hohen Rat. Und es fragte sie der Hohepriester

28und sprach: Mit Gebot haben wir euch geboten, nicht in diesem Namen zu lehren; und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

29Antwortend aber sprachen Petrus und die Apostel: Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen.

30Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr getötet habt, indem ihr ihn an ein Holz hängtet;

31diesen hat Gott als Anführer und Retter erhöht zu seiner Rechten, um Israel Umkehr und Vergebung der Sünden zu geben.

32Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.

33Die aber, als sie es hörten, wurden zersägt und beratschlagten, sie zu töten.

34Aufstehend aber im Hohen Rat ein gewisser Pharisäer mit Namen Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, geehrt bei dem ganzen Volk, befahl, die Menschen für kurze Zeit hinauszutun,

35und sprach zu ihnen: Männer, Israeliten, gebt acht auf euch selbst bei diesen Menschen, was ihr zu tun im Begriff seid.

36Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf, der sagte, er selbst sei jemand, dem sich eine Zahl von Männern, etwa vierhundert, anschloss; der wurde getötet, und alle, soviele ihm gehorchten, wurden zerstreut und wurden zunichte.

37Nach diesem trat Judas der Galiläer auf in den Tagen der Volkszählung und zog Volk hinter sich her ab; auch jener kam um, und alle, soviele ihm gehorchten, wurden zerstreut.

38Und nun sage ich euch: Steht ab von diesen Menschen und lasst sie; denn wenn dieser Plan oder dieses Werk aus Menschen ist, wird es zerstört werden;

39wenn es aber aus Gott ist, werdet ihr sie nicht zerstören können; damit ihr nicht gar als Gottesbekämpfer befunden werdet.

40Sie ließen sich aber von ihm überzeugen, und sie riefen die Apostel herbei, schlugen sie und geboten ihnen, nicht im Namen Jesu zu reden, und ließen sie frei.

41Sie nun gingen weg, sich freuend, vom Angesicht des Hohen Rates, weil sie gewürdigt worden waren, für den Namen entehrt zu werden;

42und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und als gute Botschaft zu verkünden den Christus, Jesus.