Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Apostelgeschichte 4

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Während sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer,

2sich erbosend darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündeten,

3und sie legten an sie die Hände und setzten sie in Gewahrsam bis zum Morgen; denn es war schon Abend.

4Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, glaubten, und es wurde die Zahl der Männer fünftausend.

5Es geschah aber am Morgen, dass sich ihre Obersten und die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,

6und Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren;

7und sie stellten sie in die Mitte und forschten: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan?

8Da sprach Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste,

9wenn wir heute verhört werden über die Wohltat an einem kranken Menschen, wodurch dieser gerettet worden ist,

10so sei kund euch allen und dem ganzen Volk Israel, dass im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, in diesem dieser gesund vor euch steht.

11Dieser ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet wurde, der geworden ist zum Eckstein.

12Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, gegeben unter den Menschen, in dem wir gerettet werden müssen.

13Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und des Johannes sahen und begriffen, dass es ungelehrte und einfache Menschen seien, wunderten sie sich; und sie erkannten sie, dass sie mit Jesus gewesen waren;

14und da sie den Menschen, der geheilt war, bei ihnen stehen sahen, hatten sie nichts dagegen zu sagen.

15Sie befahlen ihnen aber, aus dem Hohen Rat hinauszugehen, und berieten sich miteinander,

16sagend: Was sollen wir diesen Menschen tun? Denn dass ein bekanntes Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen Bewohnern Jerusalems offenbar, und wir können es nicht leugnen.

17Doch damit es sich nicht weiter im Volk verbreite, wollen wir ihnen drohen, nicht mehr in diesem Namen zu reden zu irgendeinem der Menschen.

18Und sie riefen sie und geboten ihnen, überhaupt nicht zu reden noch zu lehren im Namen Jesu.

19Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Ob es recht ist vor Gott, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilt selbst;

20denn wir können nicht, was wir gesehen und gehört haben, nicht reden.

21Sie aber drohten ihnen noch mehr und ließen sie frei, da sie nichts fanden, wie sie sie bestrafen könnten, wegen des Volkes; denn alle priesen Gott über das Geschehene.

22Denn von mehr als vierzig Jahren war der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.

23Freigelassen aber kamen sie zu den Ihren und berichteten alles, was die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.

24Sie aber, als sie es hörten, erhoben einmütig die Stimme zu Gott und sprachen: Herrscher, du, der gemacht hat den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was in ihnen ist,

25der du durch den Heiligen Geist durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, gesagt hast: Warum tobten die Heiden, und sannen die Völker auf Nichtiges?

26Es traten auf die Könige der Erde, und die Obersten versammelten sich an einem Ort gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.

27Denn sie versammelten sich in Wahrheit in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Völkern Israels,

28zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss vorherbestimmt hatte, dass es geschehe.

29Und nun, Herr, sieh an auf ihre Drohungen, und gib deinen Knechten, mit aller Freimütigkeit dein Wort zu reden,

30indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.

31Und als sie gebetet hatten, wurde der Ort erschüttert, an dem sie versammelt waren, und sie wurden alle erfüllt mit dem Heiligen Geist, und sie redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.

32Die Menge derer aber, die gläubig geworden waren, war ein Herz und eine Seele, und auch nicht einer sagte, dass etwas von dem, was er besaß, sein eigen sei, sondern es war ihnen alles gemeinsam.

33Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu Christi, des Herrn, und große Gnade war auf ihnen allen.

34Denn auch war keiner bedürftig unter ihnen; denn so viele Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften

35und legten es zu den Füßen der Apostel; es wurde aber einem jeden zugeteilt, je nachdem einer Bedarf hatte.

36Josef aber, der von den Aposteln Barnabas zubenannt wurde, was übersetzt heißt: Sohn des Trostes, ein Levit, aus Zypern dem Geschlecht nach,

37der einen Acker besaß, verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel.