Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Apostelgeschichte 18

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Nach diesem schied er aus Athen und kam nach Korinth.

2Und einen gewissen Juden findend mit Namen Aquila, dem Geschlecht nach ein Pontier, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau – weil Klaudius angeordnet hatte, dass alle Juden sich von Rom entfernten –, trat er an sie heran,

3und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und sie arbeiteten; denn sie waren dem Handwerk nach Zeltmacher.

4Er unterredete sich aber in der Synagoge an jedem Sabbat und suchte Juden und Griechen zu überzeugen.

5Als aber sowohl Silas als auch Timotheus aus Mazedonien herabkamen, wurde Paulus vom Wort gedrängt, den Juden bezeugend, dass der Christus Jesus sei.

6Als sie aber widerstanden und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut komme auf euren Kopf; rein bin ich; von jetzt an werde ich zu den Heiden gehen.

7Und von dort weggehend ging er hinein in das Haus eines gewissen, mit Namen Titius Justus, der Gott verehrte, dessen Haus an die Synagoge angrenzte.

8Krispus aber, der Synagogenvorsteher, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Haus, und viele der Korinther, die hörten, glaubten und ließen sich taufen.

9Es sprach aber der Herr in der Nacht durch ein Gesicht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht,

10weil ich mit dir bin, und niemand wird sich an dir vergreifen, um dir Böses zu tun, weil mir ein zahlreiches Volk ist in dieser Stadt.

11Er saß aber ein Jahr und sechs Monate, lehrend unter ihnen das Wort Gottes.

12Als aber Gallio Statthalter von Achaja war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl,

13sagend: Wider das Gesetz überredet dieser die Menschen, Gott zu verehren.

14Als aber Paulus den Mund öffnen wollte, sprach Gallio zu den Juden: Wenn es ein Unrecht oder ein böser Frevel wäre, o Juden, hätte ich euch nach Gebühr ertragen;

15wenn es aber Streitfragen sind über Lehre und Namen und das Gesetz, das nach euch ist, so seht ihr selbst zu; Richter über dieses will ich nicht sein.

16Und er trieb sie weg vom Richterstuhl.

17Alle aber ergriffen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und nichts davon kümmerte Gallio.

18Paulus aber, nachdem er noch genügend Tage geblieben war, nahm Abschied von den Brüdern und segelte ab nach Syrien, und mit ihm Priszilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchreä das Haupt geschoren hatte; denn er hatte ein Gelübde.

19Sie gelangten aber nach Ephesus, und jene ließ er dort zurück, er selbst aber ging hinein in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden.

20Als sie ihn aber baten, längere Zeit zu bleiben, willigte er nicht ein,

21sondern nahm Abschied und sagte: Ich werde wieder zu euch zurückkehren, wenn Gott will; und er fuhr ab von Ephesus;

22und nachdem er hinabgekommen war nach Cäsarea, hinaufgegangen und die Gemeinde begrüßt hatte, ging er hinab nach Antiochia,

23und nachdem er einige Zeit verbracht hatte, ging er hinaus, durchziehend der Reihe nach das galatische Land und Phrygien, alle Jünger stärkend.

24Ein gewisser Jude aber mit Namen Apollos, dem Geschlecht nach ein Alexandriner, ein beredter Mann, gelangte nach Ephesus, mächtig seiend in den Schriften.

25Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn, und brennend im Geist redete er und lehrte genau das über Jesus, obwohl er nur die Taufe des Johannes kannte.

26Dieser begann auch freimütig zu reden in der Synagoge; als ihn aber Priszilla und Aquila hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm genauer den Weg Gottes dar.

27Als er aber nach Achaja hinüberreisen wollte, ermutigten ihn die Brüder und schrieben den Jüngern, ihn aufzunehmen. Als er angekommen war, half er denen, die durch die Gnade gläubig geworden waren, sehr;

28denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, durch die Schriften aufzeigend, dass Jesus der Christus sei.