Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Korinther 12

Augsburger GenerativBibel mittel

1Über die geistlichen Gaben aber, Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen.

2Ihr wisst, dass ihr, als ihr noch Heiden wart, euch zu den stummen Götzen hinziehen ließt, wohin man euch auch trieb.

3Darum sage ich euch klar: Niemand, der im Geist Gottes redet, sagt: „Verflucht sei Jesus“, und niemand kann sagen: „Jesus ist der Herr“, außer durch den Heiligen Geist.

4Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist;

5und es gibt verschiedene Dienste, aber es ist derselbe Herr;

6und es gibt verschiedene Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen bewirkt.

7Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes gegeben, zum Nutzen.

8Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist,

9einem anderen Glaube durch denselben Geist, einem anderen die Gabe, Kranke zu heilen, durch den einen Geist,

10einem anderen Wunderkräfte, einem anderen prophetisches Reden, einem anderen die Gabe, die Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Zungenrede, einem anderen die Auslegung der Zungenrede.

11Das alles aber bewirkt ein und derselbe Geist, und er teilt jedem seine Gabe zu, wie er will.

12Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, einen einzigen Leib bilden, so ist es auch mit Christus.

13Denn durch einen Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, ob Juden oder Griechen, ob Sklaven oder Freie, und wir alle wurden mit einem Geist getränkt.

14Denn auch der Leib besteht nicht aus einem Glied, sondern aus vielen.

15Wenn der Fuß sagte: „Weil ich keine Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib“, so gehört er deswegen doch zum Leib.

16Und wenn das Ohr sagte: „Weil ich kein Auge bin, gehöre ich nicht zum Leib“, so gehört es deswegen doch zum Leib.

17Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruchssinn?

18Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so in den Leib eingefügt, wie er es gewollt hat.

19Wenn aber alles ein einziges Glied wäre, wo bliebe da der Leib?

20So aber gibt es viele Glieder, aber nur einen Leib.

21Das Auge kann nicht zur Hand sagen: „Ich brauche dich nicht“, und ebenso wenig der Kopf zu den Füßen: „Ich brauche euch nicht.“

22Im Gegenteil: Gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind unentbehrlich.

23Und denen, die wir für weniger ansehnlich am Leib halten, erweisen wir umso mehr Ehre, und unsere unanständigen Glieder umgeben wir mit umso größerem Anstand,

24Unsere ansehnlichen Glieder haben das nicht nötig. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Teil umso mehr Ehre gab,

25damit es keine Spaltung im Leib gibt, sondern die Glieder einträchtig füreinander sorgen.

26Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit.

27Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder von euch ist ein Glied davon.

28Und Gott hat in der Gemeinde die einen eingesetzt: erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; dann kommen Wunderkräfte, dann Gaben des Heilens, Hilfeleistungen, Leitungsaufgaben und verschiedene Arten von Zungenrede.

29Sind etwa alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte?

30Haben alle die Gabe, Kranke zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen?

31Strebt aber nach den größeren Gnadengaben! Und doch zeige ich euch jetzt einen noch weit besseren Weg.