Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 29

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Wer oft ermahnt wird und trotzdem stur bleibt, wird plötzlich zerbrechen, und dann gibt es keine Rettung mehr.

2Wenn die Gerechten das Sagen haben, freut sich das Volk; herrscht aber ein Böser, dann stöhnen alle.

3Wer die Weisheit liebt, macht seinem Vater Freude; wer sich mit Huren einlässt, verjubelt sein Geld.

4Ein König gibt dem Land durch Gerechtigkeit festen Halt; wer aber immer neue Abgaben eintreibt, ruiniert es.

5Wer seinem Nächsten schmeichelt, spannt ihm ein Netz vor die Füße.

6Der Böse verstrickt sich in seinem eigenen Vergehen wie in einer Falle; der Gerechte aber darf jubeln und sich freuen.

7Der Gerechte kümmert sich um das Recht der Armen; der Böse will davon nichts wissen.

8Spötter bringen eine ganze Stadt in Aufruhr; die Weisen aber besänftigen den Zorn.

9Wenn ein Weiser vor Gericht mit einem Narren streitet, kommt es zu nichts, ob der nun tobt oder lacht.

10Mörder hassen den, der ohne Schuld ist; die Aufrichtigen aber sorgen sich um sein Leben.

11Der Narr lässt seinem Ärger freien Lauf; der Weise hält ihn zurück und bleibt ruhig.

12Wenn ein Herrscher auf Lügen hört, werden all seine Beamten zu Schurken.

13Der Arme und sein Unterdrücker haben eines gemeinsam: Beiden gibt der HERR das Licht der Augen.

14Ein König, der den Armen ehrlich zu ihrem Recht verhilft, dessen Thron hat für immer Bestand.

15Strenge und Ermahnung machen klug; ein Kind, das sich selbst überlassen bleibt, bringt seiner Mutter Schande.

16Werden die Bösen zahlreich, nimmt auch das Unrecht zu; doch die Gerechten werden ihren Untergang erleben.

17Erzieh deinen Sohn mit Konsequenz, dann bereitet er dir Ruhe und macht dir von Herzen Freude.

18Wo keine Botschaft von Gott mehr gilt, gerät ein Volk außer Rand und Band; doch wer sich an Gottes Weisung hält, ist glücklich.

19Mit bloßen Worten lässt sich ein Sklave nicht erziehen; er versteht sie zwar, doch er reagiert nicht darauf.

20Siehst du einen, der drauflosredet, ohne zu denken? Für einen Narren gibt es mehr Hoffnung als für ihn.

21Wer seinen Sklaven von klein auf verwöhnt, wird am Ende Undank ernten.

22Ein aufbrausender Mensch zettelt Streit an, und ein Jähzorniger lädt viel Schuld auf sich.

23Der eigene Hochmut bringt einen Menschen zu Fall; wer aber bescheiden bleibt, kommt zu Ansehen.

24Wer mit einem Dieb gemeinsame Sache macht, schadet sich selbst; er hört den Fluch vor Gericht, sagt aber nichts aus.

25Die Angst vor Menschen wird einem zur Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist geborgen.

26Viele suchen die Gunst des Mächtigen; doch das Recht bekommt jeder Mensch vom HERRN.

27Für die Gerechten ist ein Gräuel, wer Unrecht tut; und für den Bösen ist ein Gräuel, wer ehrlich lebt.