Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 106

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Halleluja! Dankt dem HERRN, denn er ist gut, und seine Liebe hört niemals auf.

2Wer kann all die großen Taten des HERRN in Worte fassen, wer all seinen Ruhm verkünden?

3Glücklich sind alle, die sich ans Recht halten und immerzu tun, was gerecht ist.

4Denk an mich, HERR, wenn du deinem Volk Gutes tust; komm zu mir und rette auch mich,

5damit ich das Glück deiner Erwählten sehe, mich mitfreue mit deinem Volk und stolz bin auf alle, die dir gehören.

6Wir haben gesündigt, genau wie schon unsere Vorfahren; wir haben Unrecht getan und uns schuldig gemacht.

7Schon unsere Vorfahren in Ägypten verstanden deine Wunder nicht; sie vergaßen deine große Güte und lehnten sich gegen dich auf, dort am Schilfmeer.

8Trotzdem rettete er sie, um seinem Namen Ehre zu machen und seine Macht zu zeigen.

9Er gebot dem Schilfmeer, und es wurde trocken; er führte sie mitten durch die Wassermassen wie über festen Boden.

10Er rettete sie vor denen, die sie hassten, und befreite sie aus der Gewalt ihrer Feinde.

11Das Wasser begrub ihre Verfolger; kein Einziger von ihnen kam davon.

12Da vertrauten sie seinen Worten und sangen ihm Loblieder.

13Doch schon bald vergaßen sie, was er getan hatte, und fragten nicht mehr nach seinem Rat.

14In der Wüste packte sie die Gier, und in der Einöde forderten sie Gott heraus.

15Er gab ihnen, was sie verlangten, schickte aber zugleich eine zehrende Krankheit über sie.

16Im Lager wurden sie eifersüchtig auf Mose und auf Aaron, den Heiligen des HERRN.

17Da öffnete sich die Erde und verschlang Datan, sie begrub die ganze Anhängerschaft Abirams.

18Feuer brach unter ihren Anhängern aus, und die Flammen verbrannten die Schuldigen.

19Am Berg Horeb machten sie sich ein Kalb und warfen sich vor dem gegossenen Bild nieder.

20Sie tauschten Gott, ihre Herrlichkeit, gegen das Bild eines Stieres ein, der bloß Gras frisst.

21Sie vergaßen Gott, der sie gerettet hatte, der in Ägypten Großes vollbracht hatte,

22der Wunder tat im Land Ägypten und Erstaunliches am Schilfmeer.

23Schon hatte er beschlossen, sie zu vernichten. Doch Mose, den er erwählt hatte, stellte sich ihm in den Weg und wandte seinen Zorn ab, sodass er sie nicht zugrunde richtete.

24Sie verachteten das herrliche Land und glaubten seiner Zusage nicht.

25In ihren Zelten beschwerten sie sich und wollten nicht auf den HERRN hören.

26Da schwor er ihnen mit erhobener Hand, dass sie in der Wüste umkommen würden

27und dass er ihre Nachkommen unter die Völker werfen und in alle Länder zerstreuen würde.

28Sie schlossen sich dem Götzen Baal-Peor an und aßen von den Opfern für tote Götter.

29Mit ihrem Treiben forderten sie Gottes Zorn heraus, und eine Plage brach unter ihnen aus.

30Doch Pinhas trat ein und schaffte Recht, und die Plage wurde gestoppt.

31Das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, für alle Zeiten, von Generation zu Generation.

32Am Wasser von Meriba machten sie ihn zornig, und Mose erging es ihretwegen schlecht.

33Sie hatten ihn so erbittert, dass er die Beherrschung verlor und unbedachte Worte sprach.

34Sie rotteten die Völker nicht aus, obwohl der HERR es ihnen befohlen hatte.

35Stattdessen vermischten sie sich mit den fremden Völkern und übernahmen deren Bräuche.

36Sie verehrten deren Götzen, und genau die wurden ihnen zum Verhängnis.

37Sie opferten sogar ihre eigenen Söhne und Töchter den Dämonen.

38Sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer eigenen Kinder, die sie den Götzen Kanaans opferten; so wurde das Land durch diese Bluttaten geschändet.

39Mit dem, was sie taten, machten sie sich unrein und brachen Gott die Treue.

40Da wurde der HERR zornig auf sein Volk und verabscheute alle, die ihm gehörten.

41Er lieferte sie fremden Völkern aus, und ihre Feinde herrschten über sie.

42Ihre Gegner unterdrückten sie, und sie mussten sich ihrer Macht beugen.

43Immer wieder befreite er sie, doch sie blieben aufsässig in ihren Plänen und versanken tiefer in ihrer Schuld.

44Trotzdem sah er ihre Not an, als er ihr Schreien hörte.

45Er dachte an den Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte, und hatte Mitleid, weil seine Güte so groß ist.

46Er sorgte dafür, dass alle, die sie gefangen hielten, Erbarmen mit ihnen hatten.

47Rette uns, HERR, unser Gott, und hol uns zurück aus den fremden Völkern, damit wir deinem heiligen Namen danken und voller Stolz dein Lob singen.

48Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und das ganze Volk soll sagen: Amen. Halleluja!