Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 105

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Dankt dem HERRN und ruft seinen Namen! Erzählt allen Völkern, was er getan hat.

2Singt für ihn, spielt für ihn, redet von all seinen Wundern!

3Seid stolz auf seinen heiligen Namen. Wer den HERRN sucht, darf von Herzen froh sein.

4Haltet euch an den HERRN und seine Macht, sucht immer wieder seine Nähe!

5Denkt an die Wunder, die er vollbracht hat, an seine Zeichen und die Entscheidungen, die er ausgesprochen hat,

6ihr Nachkommen Abrahams, seines Dieners, ihr Söhne Jakobs, die er erwählt hat!

7Er, der HERR, ist unser Gott. Sein Recht gilt auf der ganzen Erde.

8Für immer denkt er an seinen Bund, an das Versprechen, das er gab, für tausend Generationen,

9den Bund, den er mit Abraham schloss, und seinen Schwur, den er Isaak gab.

10Für Jakob machte er ihn zur festen Ordnung, für Israel zu einem Bund, der ewig gilt,

11Er sagte: Dir gebe ich das Land Kanaan, es soll euer Erbteil sein.

12Damals waren sie noch wenige, ein kleines Häuflein, und nur Gäste in diesem Land,

13sie zogen von einem Volk zum andern, von einem Königreich weiter zum nächsten.

14Doch er ließ nicht zu, dass jemand sie unterdrückte; ihretwegen wies er sogar Könige zurecht:

15Rührt meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten nichts!

16Dann ließ er eine Hungersnot über das Land kommen und nahm ihnen das tägliche Brot.

17Doch er hatte einen Mann vorausgeschickt: Josef, den man als Sklaven verkauft hatte.

18Man zwängte seine Füße in Fesseln, in Eisen lag er gefangen,

19bis zu der Zeit, als eintraf, was er vorausgesagt hatte; das Wort des HERRN bewährte ihn.

20Da schickte der König und ließ ihn los, der Herrscher der Völker gab ihn frei.

21Er machte ihn zum Herrn über sein Haus und ließ ihn über seinen ganzen Besitz gebieten,

22damit er seine Fürsten nach seinem Willen binden und seine Ältesten Weisheit lehren konnte.

23So kam Israel nach Ägypten, und Jakob lebte als Gast im Land Hams.

24Gott ließ sein Volk sehr fruchtbar werden und machte es stärker als seine Feinde.

25Dann ließ er die Ägypter sein Volk hassen, sodass sie heimtückisch gegen seine Diener vorgingen.

26Da sandte er Mose, seinen Diener, und Aaron, den er erwählt hatte.

27Sie vollbrachten unter ihnen seine Zeichen und seine Wunder im Land Hams.

28Er schickte Finsternis und machte alles dunkel; und sie lehnten sich nicht gegen seine Worte auf.

29Ihr Wasser machte er zu Blut, sodass alle Fische darin starben.

30Überall im Land wimmelte es von Fröschen, bis hinein in die Schlafgemächer der Könige.

31Er sprach ein Wort, da kamen Schwärme von Ungeziefer und Stechmücken über ihr ganzes Land.

32Statt Regen schickte er ihnen Hagel und loderndes Feuer über ihr Land.

33Er vernichtete ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihrem Land.

34Er sprach ein Wort, da kamen Heuschrecken und Fresser, mehr, als man zählen konnte,

35und sie fraßen alles Grün im Land und alle Früchte auf ihren Feldern.

36Dann tötete er jeden Erstgeborenen im Land, den ersten Spross ihrer Kraft.

37Er führte sein Volk heraus, mit Silber und Gold beladen, und keiner in seinen Stämmen kam zu Fall.

38Ägypten war froh, als sie auszogen, denn die Angst vor ihnen hatte sie gepackt.

39Er breitete eine Wolke aus, die sie beschirmte, und Feuer, das die Nacht erhellte.

40Sie baten ihn, und er brachte Wachteln und sättigte sie mit Brot vom Himmel.

41Er spaltete den Felsen, und Wasser sprudelte hervor; wie ein Strom floss es durch die Wüste.

42Denn er dachte an sein heiliges Versprechen, das er Abraham, seinem Diener, gegeben hatte.

43Voller Freude führte er sein Volk hinaus, mit Jubel seine Erwählten.

44Er gab ihnen die Länder fremder Völker, und was andere mühsam erarbeitet hatten, wurde ihr Eigentum,

45damit sie seine Ordnungen einhalten und seine Weisungen befolgen. Halleluja!