Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Offenbarung 21

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Auch das Meer war nicht mehr da.

2Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem. Sie kam von Gott aus dem Himmel herab. Sie war schön gemacht wie eine Braut, die sich für ihren Mann zurechtgemacht hat.

3Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: Schau, jetzt wohnt Gott mitten unter den Menschen! Er wird bei ihnen leben. Sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott, wird bei ihnen sein.

4Er wird ihnen jede Träne abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, keine Trauer, kein Weinen und keinen Schmerz. Denn alles, was früher war, ist vorbei.

5Der auf dem Thron saß, sagte: Schau, ich mache alles neu. Und er sagte zu mir: Schreib das auf, denn auf diese Worte ist Verlass, sie sind wahr.

6Dann sagte er zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Wer Durst hat, dem gebe ich kostenlos aus der Quelle zu trinken, die Leben schenkt.

7Wer durchhält und siegt, bekommt das alles. Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Kind sein.

8Aber die Feiglinge, die nicht glauben wollen, die abscheulichen Menschen, die Mörder, die sexuell schamlos leben, die sich mit Zauberei abgeben, die Götzen verehren und alle Lügner: Ihr Platz ist der See, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das ist der zweite Tod.

9Dann kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den sieben letzten Plagen hatten. Er sprach mit mir und sagte: Komm mit, ich zeige dir die Braut, die Frau des Lammes.

10Im Geist brachte mich der Engel auf einen großen, hohen Berg. Dort zeigte er mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam.

11Sie strahlte in der Herrlichkeit Gottes. Ihr Glanz war wie ein wertvoller Edelstein, klar und durchsichtig wie Kristall.

12Sie hatte eine große, hohe Mauer mit zwölf Toren. An den Toren standen zwölf Engel, und auf die Tore waren Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme Israels.

13Im Osten waren drei Tore, im Norden drei, im Süden drei und im Westen drei.

14Die Stadtmauer ruhte auf zwölf Grundsteinen. Auf ihnen standen die Namen der zwölf Apostel des Lammes.

15Der Engel, der mit mir sprach, hatte einen goldenen Messstab. Damit wollte er die Stadt, ihre Tore und ihre Mauer ausmessen.

16Die Stadt war quadratisch, genauso lang wie breit. Der Engel maß sie mit dem Stab: rund zweitausendvierhundert Kilometer. Länge, Breite und Höhe waren gleich groß.

17Dann maß er die Mauer: rund fünfundsechzig Meter, nach menschlichem Maß, das hier zugleich das Maß des Engels ist.

18Die Mauer war aus Jaspis gebaut, und die Stadt selbst war aus reinem Gold, klar wie sauberes Glas.

19Die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allen möglichen Edelsteinen geschmückt: Der erste war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd,

20der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst.

21Die zwölf Tore waren zwölf Perlen: Jedes Tor bestand aus einer einzigen Perle. Und die Hauptstraße der Stadt war aus reinem Gold, durchsichtig wie Glas.

22Einen Tempel sah ich in der Stadt nicht. Denn Gott selbst, der Herr, der alles in der Hand hat, ist ihr Tempel, und das Lamm.

23Die Stadt braucht keine Sonne und keinen Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erfüllt sie mit Licht, und ihre Lampe ist das Lamm.

24Die Völker werden in ihrem Licht leben, und die Könige der Erde bringen ihren Glanz in die Stadt.

25Ihre Tore werden tagsüber nie geschlossen, und Nacht gibt es dort sowieso nicht.

26Was bei den Völkern an Glanz und Kostbarem zu finden ist, wird in die Stadt gebracht.

27In die Stadt kommt nichts Unreines hinein, niemand, der Abscheuliches tut oder lügt. Nur die dürfen hinein, deren Namen im Lebensbuch des Lammes stehen.