Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Offenbarung 11

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Dann bekam ich ein Messrohr, so etwas wie einen Stab. Eine Stimme sagte zu mir: Los, steh auf und miss den Tempel Gottes aus, dazu den Altar und alle, die dort beten.

2Aber den äußeren Hof, der außerhalb des Tempels liegt, lass weg, den sollst du nicht messen. Denn der ist den fremden Völkern überlassen worden. Sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang mit Füßen treten.

3Und ich werde meinen zwei Zeugen den Auftrag geben. Sie werden tausendzweihundertsechzig Tage lang in Gottes Auftrag reden, und sie tragen dabei grobe Trauerkleidung.

4Diese beiden sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen.

5Wenn jemand ihnen etwas antun will, dann schießt Feuer aus ihrem Mund und vernichtet ihre Feinde. Wer auch immer versucht, ihnen zu schaden, der muss auf diese Weise sterben.

6Diese beiden haben die Macht, den Himmel zu verschließen, damit es keinen Regen gibt, solange sie in Gottes Auftrag reden. Sie haben auch Macht über das Wasser: Sie können es in Blut verwandeln und die Erde mit jeder Art von Plage treffen, sooft sie wollen.

7Wenn sie ihre Botschaft zu Ende ausgerichtet haben, wird das Untier, das aus dem Abgrund heraufkommt, Krieg gegen sie führen. Es wird sie besiegen und umbringen.

8Ihre Leichen werden auf der Straße der großen Stadt liegen bleiben. Diese Stadt trägt im übertragenen Sinn die Namen Sodom und Ägypten; dort wurde auch ihr Herr ans Kreuz geschlagen.

9Menschen aus allen Völkern, Stämmen, Sprachen und Nationen werden dreieinhalb Tage lang auf ihre Leichen starren. Und sie lassen nicht zu, dass man die beiden begräbt.

10Die Menschen auf der ganzen Erde freuen sich darüber und feiern. Sie schicken sich gegenseitig Geschenke, weil diese beiden Propheten ihnen so zugesetzt hatten.

11Doch nach dreieinhalb Tagen kam der Lebensatem von Gott in sie hinein, und sie standen wieder auf ihre Füße. Alle, die das sahen, bekamen schreckliche Angst.

12Dann hörten die beiden eine laute Stimme vom Himmel, die ihnen zurief: Kommt herauf! Und sie stiegen in einer Wolke zum Himmel hinauf, während ihre Feinde ihnen nachschauten.

13In diesem Augenblick gab es ein schweres Erdbeben. Ein Zehntel der Stadt stürzte ein, und siebentausend Menschen kamen dabei ums Leben. Die Überlebenden bekamen große Angst und gaben dem Gott des Himmels die Ehre.

14Damit ist das zweite Unheil vorbei. Pass auf: Das dritte Unheil kommt schon bald.

15Dann blies der siebte Engel in die Posaune. Im Himmel ertönten laute Stimmen, die riefen: Jetzt gehört die Herrschaft über die Welt unserem Herrn und seinem Christus. Und er wird für immer und ewig regieren.

16Da warfen sich die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, mit dem Gesicht zu Boden und beteten Gott an.

17Sie sagten: Wir danken dir, Herr, du allmächtiger Gott, der du bist und der du immer warst. Denn du hast deine große Macht ergriffen und die Herrschaft übernommen.

18Die Völker waren wütend geworden, aber jetzt ist die Zeit deines Zorns gekommen. Jetzt werden die Toten gerichtet. Jetzt bekommen deine Diener ihren Lohn: die Propheten, alle, die ganz zu dir gehören, und alle, die Ehrfurcht vor dir haben, ob unbedeutend oder mächtig. Und alle, die die Erde zerstören, werden nun selbst vernichtet.

19Dann öffnete sich der Tempel Gottes im Himmel, und darin wurde die Lade seines Bundes sichtbar. Es blitzte, Stimmen ertönten, es donnerte, die Erde bebte, und schwerer Hagel ging nieder.