Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Offenbarung 10

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Dann sah ich einen anderen, mächtigen Engel vom Himmel herunterkommen. Eine Wolke lag um ihn wie ein Gewand. Über seinem Kopf war ein Regenbogen. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Füße waren wie brennende Säulen aus Feuer.

2In der Hand hielt er ein kleines, aufgeschlagenes Buch. Seinen rechten Fuß stellte er auf das Meer und den linken auf das Land.

3Dann rief er ganz laut, so wie ein Löwe brüllt. Und als er rief, ließen sieben Donner ihr eigenes Grollen erschallen.

4Als die sieben Donner gesprochen hatten, wollte ich gerade aufschreiben, was sie gesagt hatten. Doch da hörte ich eine Stimme aus dem Himmel: Halt das geheim, was die sieben Donner gesagt haben. Schreib es nicht auf.

5Dann hob der Engel, den ich auf dem Meer und auf dem Land stehen sah, seine rechte Hand zum Himmel.

6Und er schwor bei Gott, der für immer und ewig lebt und der den Himmel, die Erde und das Meer mit allem darin geschaffen hat. Er schwor: Die Zeit des Wartens ist vorbei.

7In den Tagen, in denen der siebte Engel seine Trompete bläst, wird Gott seinen geheimen Plan zu Ende bringen. Genau das hat er schon angekündigt — seinen Dienern, den Propheten.

8Dann sprach die Stimme aus dem Himmel, die ich gehört hatte, noch einmal mit mir. Sie sagte: Geh hin und nimm das aufgeschlagene Buch aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf dem Land steht.

9Ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das Buch zu geben. Er sagte zu mir: Nimm es und iss es auf. In deinem Bauch wird es bitter, aber im Mund wird es süß schmecken wie Honig.

10Ich nahm das Buch aus der Hand des Engels und aß es auf. Im Mund schmeckte es süß wie Honig. Aber als ich es geschluckt hatte, wurde mir der Bauch bitter.

11Dann sagte man zu mir: Du musst noch einmal Gottes Botschaft weitergeben, für viele Völker und Nationen, für Menschen aller Sprachen und für viele Könige.