Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Hohelied 7

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Dreh dich, dreh dich, Schulammit, dreh dich, dreh dich, damit wir dich betrachten! Warum starrt ihr die Schulammit an wie beim Reigentanz der zwei Heerlager?

2Wie schön sind deine Füße in den Sandalen, du Tochter aus edlem Haus! Die Wölbung deiner Hüften gleicht kostbarem Schmuck, geschaffen von der Hand eines Meisters.

3Dein Schoß ist eine runde Schale, in der es an würzigem Wein nie fehlt. Dein Bauch ist ein Weizenhügel, umsäumt von Lilien.

4Deine beiden Brüste sind wie zwei junge Rehe, wie die Zwillinge einer Gazelle.

5Dein Hals ragt auf wie ein Turm aus Elfenbein, deine Augen sind wie die Teiche von Heschbon am Tor der großen Stadt. Deine Nase ist wie der Turm des Libanon, der nach Damaskus blickt.

6Dein Kopf erhebt sich wie der Berg Karmel, und dein herabfallendes Haar schimmert wie Purpur; ein König ist gefangen in deinen Locken.

7Wie schön bist du und wie hinreißend, meine Liebe, voller Wonnen!

8Dein Wuchs ist schlank wie eine Palme, und deine Brüste sind wie ihre Trauben.

9Ich dachte: Ich will hinaufsteigen an der Palme und ihre Zweige fassen. Und deine Brüste sollen mir sein wie Trauben am Weinstock, der Duft deines Atems wie Äpfel,

10und dein Mund wie der beste Wein, der meinem Liebsten sanft hinabgleitet und über schlummernde Lippen leise strömt.

11Ich gehöre meinem Liebsten, und nach mir sehnt er sich.

12Komm, mein Liebster, lass uns hinaus aufs Feld gehen und die Nacht in den Dörfern verbringen.

13Früh am Morgen wollen wir zu den Weinbergen gehen und sehen, ob der Weinstock schon blüht, ob die Knospen sich öffnen, ob die Granatäpfel erblüht sind. Dort will ich dir meine Liebe schenken.

14Die Liebesäpfel verströmen ihren Duft, und über unseren Türen liegen lauter köstliche Früchte, neue und alte; für dich, mein Liebster, habe ich sie aufbewahrt.