Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Hebräer 6

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Lasst uns also nicht beim Anfangswissen über Christus stehen bleiben, sondern erwachsen werden. Wir müssen nicht noch einmal von vorne anfangen: dass man sich von sinnlosen Taten abwendet und an Gott glaubt,

2dass man unterrichtet wird über Taufen, über das Handauflegen, dass Tote wieder lebendig werden und dass Gott am Ende ein Urteil fällt, das für immer gilt.

3Und das werden wir tun, wenn Gott es zulässt.

4Denn es geht einfach nicht bei Menschen, denen einmal das Licht aufgegangen ist, die erfahren haben, was Gott vom Himmel her schenkt, und an denen der Heilige Geist gewirkt hat,

5die gespürt haben, wie gut Gottes Wort ist, und schon etwas von den Kräften der kommenden Welt erlebt haben

6und die sich danach wieder abgewendet haben, die kann man nicht noch einmal zu einem Neuanfang bringen. Denn sie kreuzigen Gottes Sohn für sich selbst ein zweites Mal und stellen ihn vor allen bloß.

7Stell dir einen Acker vor, der den Regen aufsaugt, der oft auf ihn fällt. Wenn er gute Pflanzen wachsen lässt für die Menschen, die ihn bestellen, dann segnet Gott ihn.

8Wachsen darauf aber nur Dornen und Disteln, dann taugt er nichts. Er ist nah daran, verflucht zu werden, und am Ende wird er abgebrannt.

9Aber bei euch, liebe Freunde, sind wir sicher, dass es besser steht und dass ihr auf dem Weg zur Rettung seid, auch wenn wir gerade so deutlich reden.

10Denn Gott ist gerecht. Er vergisst nicht, was ihr getan habt, und die Liebe, die ihr für ihn gezeigt habt, als ihr anderen Glaubenden geholfen habt und das immer noch tut.

11Wir wünschen uns aber, dass jeder von euch sich genauso anstrengt, damit eure Hoffnung bis zum Schluss ganz sicher wird.

12Werdet nicht müde und gleichgültig. Macht es lieber wie die Menschen, die durch Glauben und Geduld bekommen, was Gott versprochen hat.

13Als Gott dem Abraham sein Versprechen gab, schwor er bei sich selbst. Denn es gibt niemanden, der größer wäre als er und bei dem er hätte schwören können.

14Er sagte: „Eins ist sicher: Ich werde dich reich segnen und dir sehr viele Nachkommen geben.“

15Und weil Abraham geduldig wartete, bekam er am Ende, was Gott ihm versprochen hatte.

16Wenn Menschen schwören, dann bei jemandem, der größer ist als sie. Mit so einem Eid ist dann jeder Streit beendet und alles steht fest.

17Genau das tat auch Gott: Er wollte denen, die sein Versprechen erben sollen, ganz klar zeigen, dass sein Plan sich niemals ändert. Darum bekräftigte er es mit einem Eid.

18So gibt es jetzt zwei Dinge, die sich nie ändern und bei denen Gott unmöglich lügen kann: sein Versprechen und seinen Eid. Sie geben uns starken Halt. Wir haben ja bei ihm Schutz gesucht und greifen nach der Hoffnung, die vor uns liegt.

19Diese Hoffnung ist für uns wie ein Anker für die Seele: sicher und fest. Sie reicht bis ganz nach innen, hinter den Vorhang im Tempel,

20Dorthin ist Jesus schon für uns vorausgegangen. Er ist für immer Hoherpriester geworden, so wie schon Melchisedek einer war.