Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Hebräer 4

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Seien wir also vorsichtig: Das Angebot, in Gottes Ruhe hineinzukommen, gilt noch. Passen wir auf, dass keiner von uns am Ende doch zu kurz kommt.

2Auch uns hat man ja die gute Nachricht gesagt, genau wie damals den anderen. Aber denen hat das Hören nichts gebracht. Denn sie haben nicht geglaubt, was sie gehört haben.

3Wir aber kommen in diese Ruhe hinein, weil wir glauben. Gott hat ja gesagt: „In meinem Zorn habe ich geschworen: Sie kommen nicht in meine Ruhe.“ Und das, obwohl seine Werke seit Anbeginn der Welt längst fertig waren.

4Irgendwo in der Schrift steht es nämlich so über den siebten Tag: „Und am siebten Tag ruhte Gott aus von allem, was er gemacht hatte.“

5Und an einer anderen Stelle heißt es noch einmal: „Sie kommen nicht in meine Ruhe.“

6Es bleibt also dabei: Einige werden in diese Ruhe hineinkommen. Die Ersten, denen man die gute Nachricht gesagt hatte, kamen nicht hinein, weil sie nicht gehorchen wollten.

7Darum setzt Gott noch einmal einen Tag fest, ein „Heute“. Lange Zeit später lässt er durch David sagen, wie es schon vorher hieß: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, dann macht euer Herz nicht hart.“

8Denn hätte Josua das Volk schon zur Ruhe gebracht, dann würde Gott danach nicht noch von einem weiteren Tag reden.

9Für Gottes Volk gibt es also noch eine echte Ruhe, eine Sabbatruhe.

10Denn wer in Gottes Ruhe hineinkommt, der ruht von seiner eigenen Arbeit aus, genauso wie Gott von seiner Arbeit ausgeruht hat.

11Geben wir uns also alle Mühe, in diese Ruhe hineinzukommen. Niemand soll dem schlechten Beispiel von damals folgen und ungehorsam sein und so abstürzen.

12Denn Gottes Wort ist lebendig und voller Kraft. Es ist schärfer als jedes Schwert, das auf beiden Seiten schneidet. Es dringt so tief ein, dass es alles voneinander trennt: Seele und Geist, Gelenke und Mark. Und es deckt auf, was ein Mensch wirklich denkt und im Herzen vorhat.

13Vor Gott kann sich nichts und niemand verstecken. Alles liegt offen und bloß vor seinen Augen. Und ihm müssen wir einmal Rechenschaft ablegen.

14Wir haben einen großen Hohenpriester, der durch alle Himmel hindurchgegangen ist: Jesus, Gottes Sohn. Darum lasst uns festhalten an dem, wozu wir uns bekennen.

15Dieser Hohepriester weiß genau, wie es uns geht, wenn wir schwach sind. Er hat alles selbst durchgemacht, genau wie wir, und stand unter denselben Versuchungen. Nur eins ist anders: Er hat keine Schuld auf sich geladen.

16Darum dürfen wir voller Vertrauen vor Gottes Thron treten, wo er uns seine Gnade schenkt. Dort finden wir Erbarmen, und seine Hilfe kommt immer genau zur richtigen Zeit.