Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Apostelgeschichte 14

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1In Ikonion lief es genauso: Paulus und Barnabas gingen in die Synagoge der Juden und redeten so überzeugend, dass viele Menschen anfingen zu glauben - Juden wie auch Griechen.

2Aber die Juden, die nicht glauben wollten, wiegelten die anderen Völker auf und machten sie wütend auf die neuen Glaubensgeschwister.

3Trotzdem blieben sie noch eine ganze Weile und sprachen mutig und offen. Sie vertrauten dem Herrn, und der bestätigte ihre Botschaft von seiner Gnade: Durch ihre Hände ließ er erstaunliche Dinge und Wunder geschehen.

4Die Leute in der Stadt waren gespalten. Die einen waren auf der Seite der Juden, die anderen auf der Seite der Apostel.

5Dann kam es so weit, dass die anderen Völker und die Juden zusammen mit ihren Anführern losziehen wollten, um die beiden zu verprügeln und zu steinigen.

6Das bekamen Paulus und Barnabas mit und flohen nach Lykaonien, in die Städte Lystra und Derbe und in die Gegend ringsum.

7Auch dort erzählten sie weiter die gute Nachricht.

8In Lystra saß ein Mann, der nicht laufen konnte. Er war von Geburt an gelähmt und war noch nie in seinem Leben gegangen.

9Der Mann hörte zu, wie Paulus sprach. Paulus schaute ihn fest an und erkannte: Dieser Mann glaubt fest genug, um geheilt zu werden.

10Da rief er laut: „Steh auf, stell dich gerade auf deine Füße!“ Der Mann sprang auf und lief umher.

11Als die Leute sahen, was Paulus getan hatte, riefen sie laut in ihrer Sprache, dem Lykaonischen: „Die Götter sind als Menschen zu uns heruntergekommen!“

12Sie nannten Barnabas „Zeus“ und Paulus „Hermes“, weil Paulus das Reden übernahm.

13Der Priester vom Zeus-Tempel vor der Stadt brachte Stiere und Blumenkränze an die Tore. Zusammen mit den Leuten wollte er den beiden ein Opfer bringen.

14Als die Apostel Barnabas und Paulus das mitbekamen, zerrissen sie entsetzt ihre Kleider, stürzten in die Menge und riefen laut:

15„Leute, was macht ihr da? Wir sind doch ganz normale Menschen wie ihr! Wir bringen euch gerade die gute Nachricht: Lasst diese wertlosen Götzen sein und wendet euch dem lebendigen Gott zu. Er hat den Himmel und die Erde und das Meer gemacht und alles, was darin ist.

16Früher hat er alle Völker einfach ihre eigenen Wege gehen lassen.

17Aber er hat sich immer wieder gezeigt: Er hat Gutes getan, hat euch Regen vom Himmel und gute Ernten geschenkt. Er hat euch satt gemacht und eure Herzen mit Freude erfüllt.“

18Mit diesen Worten konnten sie die Leute gerade noch davon abhalten, ihnen ein Opfer zu bringen.

19Dann kamen Juden aus Antiochia und Ikonion. Sie brachten die Leute auf ihre Seite, bewarfen Paulus mit Steinen und schleiften ihn aus der Stadt - sie dachten, er sei tot.

20Doch als die Jünger ihn umringten, stand er auf und ging zurück in die Stadt. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe.

21In dieser Stadt erzählten sie die gute Nachricht und gewannen viele Menschen als Jünger. Dann gingen sie zurück nach Lystra, Ikonion und Antiochia.

22Überall machten sie den Jüngern Mut und sagten: „Bleibt fest im Glauben! Wir müssen durch viel Leid hindurch, um in Gottes neue Welt zu kommen.“

23In jeder Gemeinde setzten sie Älteste ein. Mit Gebet und Fasten vertrauten sie die Gläubigen dem Herrn an, an den diese nun glaubten.

24Sie zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien.

25In Perge erzählten sie die Botschaft und gingen dann hinunter nach Attalia.

26Von dort segelten sie zurück nach Antiochia. Hier hatte man sie damals der Gnade Gottes anvertraut, für die Aufgabe, die sie jetzt geschafft hatten.

27Als sie ankamen, riefen sie die ganze Gemeinde zusammen. Sie erzählten alles, was Gott durch sie getan hatte: dass er auch den anderen Völkern die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

28Sie blieben dann noch eine ganze Weile bei den Jüngern.