Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Apostelgeschichte 12

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1In dieser Zeit ging König Herodes gegen einige aus der Gemeinde vor und ließ sie schlecht behandeln.

2Jakobus, den Bruder von Johannes, ließ er mit dem Schwert umbringen.

3Als er merkte, dass das bei den Juden gut ankam, ließ er auch Petrus festnehmen. Das war gerade während des Festes der ungesäuerten Brote.

4Er nahm ihn fest und sperrte ihn ins Gefängnis. Vier Gruppen von je vier Soldaten sollten ihn bewachen. Herodes wollte ihn nach dem Passafest öffentlich vor das Volk stellen.

5Petrus saß also im Gefängnis und wurde bewacht. Die Gemeinde aber betete ganz intensiv für ihn zu Gott.

6In der Nacht, bevor Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten. Er war mit zwei Ketten gefesselt, und vor der Tür standen Wachen und passten auf das Gefängnis auf.

7Plötzlich stand ein Engel des Herrn da, und der Raum wurde hell. Der Engel stieß Petrus in die Seite, weckte ihn und sagte: Schnell, steh auf! Da fielen Petrus die Ketten von den Händen.

8Der Engel sagte zu ihm: Mach dich fertig und zieh deine Schuhe an! Das tat er. Dann sagte der Engel: Zieh deinen Mantel an und komm mit!

9Petrus ging hinaus und folgte ihm. Dabei war ihm nicht klar, dass das durch den Engel wirklich passierte. Er dachte, er hätte nur eine Vision.

10Sie gingen an der ersten Wache vorbei und an der zweiten und kamen zum eisernen Tor, das in die Stadt führte. Das Tor öffnete sich von ganz allein für sie. Sie traten hinaus und gingen eine Gasse weiter. Da war der Engel auf einmal verschwunden.

11Als Petrus wieder klar denken konnte, sagte er: Jetzt weiß ich wirklich: Der Herr hat seinen Engel geschickt und mich vor Herodes gerettet und vor allem, was die Juden von mir erwarteten.

12Als ihm das klar wurde, ging er zum Haus von Maria, der Mutter von Johannes, den man auch Markus nannte. Dort waren viele Leute versammelt und beteten.

13Als er an die Tür am Eingang klopfte, kam eine junge Magd namens Rhode, um zu hören, wer da ist.

14Sie erkannte Petrus an der Stimme. Vor lauter Freude vergaß sie, das Tor zu öffnen, lief hinein und rief: Petrus steht draußen vor der Tür!

15Sie sagten zu ihr: Du spinnst! Aber sie blieb dabei, dass es wirklich so war. Da meinten sie: Dann ist es sein Engel.

16Petrus klopfte weiter. Als sie schließlich aufmachten und ihn sahen, waren sie völlig fassungslos.

17Mit der Hand gab er ihnen ein Zeichen, ruhig zu sein. Dann erzählte er, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis herausgeholt hatte. Er sagte: Erzählt das Jakobus und den anderen Brüdern! Danach ging er weg an einen anderen Ort.

18Als es Morgen wurde, war bei den Soldaten die Aufregung groß: Was war bloß mit Petrus passiert?

19Herodes ließ nach ihm suchen, fand ihn aber nicht. Da verhörte er die Wachen und befahl, sie abzuführen. Dann reiste er von Judäa nach Cäsarea und blieb eine Weile dort.

20Herodes war wütend auf die Leute von Tyrus und Sidon. Gemeinsam kamen sie zu ihm. Sie überredeten Blastus, den Kammerdiener des Königs, auf ihre Seite und baten um Frieden. Denn ihr Land war auf die Lebensmittel aus Herodes' Gebiet angewiesen.

21An einem festgelegten Tag zog Herodes seine königlichen Gewänder an, setzte sich auf die Rednerbühne und hielt eine Rede an sie.

22Die Leute riefen begeistert: So spricht ein Gott, kein Mensch!

23Im selben Moment schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er die Ehre nicht Gott gegeben hatte. Er wurde von Würmern zerfressen und starb.

24Die Botschaft Gottes aber breitete sich immer weiter aus und erreichte immer mehr Menschen.

25Barnabas und Saulus hatten ihren Auftrag in Jerusalem erledigt und kehrten zurück. Johannes, den man auch Markus nannte, nahmen sie mit.