Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Apostelgeschichte 1

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Lieber Theophilus, in meinem ersten Buch habe ich aufgeschrieben, was Jesus alles getan und gelehrt hat, von Anfang an

2bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel geholt wurde. Vorher hatte er den Männern, die er sich ausgesucht hatte, durch den Heiligen Geist noch wichtige Anweisungen gegeben.

3Nachdem er gelitten hatte, zeigte er ihnen mit vielen sicheren Beweisen, dass er lebt. Vierzig Tage lang ließ er sich immer wieder bei ihnen sehen und sprach mit ihnen über Gottes neue Welt.

4Einmal, als er mit ihnen zusammen war, schärfte er ihnen ein: Verlasst Jerusalem nicht. Wartet auf das, was der Vater versprochen hat und wovon ich euch erzählt habe.

5Johannes hat mit Wasser getauft. Aber ihr werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.

6Als sie zusammen waren, fragten sie ihn: Herr, machst du jetzt Israel wieder zu einem Königreich?

7Er antwortete ihnen: Es steht euch nicht zu, den Zeitpunkt zu kennen. Den hat allein der Vater bestimmt; das ist seine Sache.

8Aber ihr werdet Kraft bekommen, wenn der Heilige Geist zu euch kommt. Dann werdet ihr meine Zeugen sein: in Jerusalem, in ganz Judäa und Samaria und überall auf der Welt, bis ans äußerste Ende.

9Kaum hatte er das gesagt, wurde er vor ihren Augen nach oben gehoben. Eine Wolke nahm ihn auf, und sie konnten ihn nicht mehr sehen.

10Sie schauten ihm noch gebannt nach, wie er in den Himmel ging. Da standen auf einmal zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen

11und sagten: Ihr Männer aus Galiläa, warum steht ihr hier und starrt in den Himmel? Dieser Jesus, der jetzt von euch weg in den Himmel geholt wurde, wird genauso wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen.

12Danach gingen sie vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Der Berg liegt ganz nah bei der Stadt, nur einen kurzen Weg entfernt.

13In der Stadt gingen sie hinauf in das obere Zimmer, in dem sie wohnten. Dort waren Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus.

14Sie alle trafen sich immer wieder und beteten gemeinsam, alle mit dem gleichen Ziel. Dabei waren auch einige Frauen, Maria, die Mutter von Jesus, und seine Brüder.

15In diesen Tagen stand Petrus mitten in der Gruppe auf. Es waren ungefähr hundertzwanzig Leute beisammen. Er sagte:

16Liebe Brüder, es musste so kommen, wie es in der Schrift steht. Der Heilige Geist hat es durch David vorausgesagt über Judas, der die Männer anführte, die Jesus festnahmen.

17Judas war ja einer von uns gewesen und hatte denselben Auftrag bekommen wie wir.

18Von dem Geld, das er für seinen Verrat bekommen hatte, kaufte er sich ein Stück Land. Dort stürzte er kopfüber, sein Bauch platzte auf, und alle seine Eingeweide quollen heraus.

19Alle Leute in Jerusalem erfuhren davon. Deshalb nannten sie das Grundstück in ihrer Sprache Hakeldama, das bedeutet Blutacker.

20Denn im Buch der Psalmen steht: Sein Haus soll leer stehen, und niemand soll mehr darin wohnen. Und: Seine Aufgabe soll ein anderer übernehmen.

21Darum müssen wir jemanden auswählen. Es soll ein Mann sein, der die ganze Zeit dabei war, als Jesus, der Herr, mit uns unterwegs war.

22Das geht zurück bis zu der Zeit, als Johannes taufte, und reicht bis zu dem Tag, an dem Jesus von uns weg in den Himmel geholt wurde. Einer von ihnen soll nun zusammen mit uns bezeugen, dass Jesus auferstanden ist.

23Sie schlugen zwei Männer vor: Josef, den man Barsabbas nannte und der auch den Namen Justus trug, und Matthias.

24Dann beteten sie: Herr, du kennst das Herz jedes Menschen. Zeig uns, wen von diesen beiden du ausgewählt hast,

25damit er diese Aufgabe übernimmt und Apostel wird. Denn Judas hat diesen Dienst verlassen und ist dahin gegangen, wohin er gehört.

26Dann losten sie, und das Los fiel auf Matthias. So wurde er als Zwölfter zu den elf Aposteln dazugezählt.