Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Korinther 6

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Wie kann es einer von euch wagen, einen Streit mit einem anderen vor Richter zu bringen, die nicht nach Gottes Recht fragen und nicht zu Gott gehören, statt vor die, die zu Gott gehören?

2Wisst ihr denn nicht, dass die, die zu Gott gehören, einmal über die ganze Welt urteilen werden? Und wenn ihr über die Welt urteilen werdet, solltet ihr da nicht auch die kleinsten Streitereien selbst klären können?

3Wisst ihr nicht, dass wir sogar über Engel urteilen werden? Wie viel mehr sollten wir dann mit den alltäglichen Dingen zurechtkommen!

4Wenn ihr also über alltägliche Dinge streitet, warum lasst ihr dann ausgerechnet Leute darüber entscheiden, die in der Gemeinde nichts zu sagen haben?

5Ich sage das, damit ihr euch schämt. Ist denn unter euch kein einziger kluger Mensch, der einen Streit zwischen Brüdern schlichten könnte?

6Stattdessen verklagt ein Bruder den anderen, und das auch noch vor Richtern, die nicht an Gott glauben!

7Überhaupt ist es schon ein Scheitern, dass ihr euch gegenseitig vor Gericht zerrt. Warum nehmt ihr nicht lieber das Unrecht hin? Warum lasst ihr euch nicht lieber benachteiligen?

8Stattdessen tut ihr selbst Unrecht und betrügt andere, und zwar eure eigenen Brüder.

9Oder wisst ihr nicht, dass Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt keinen Platz bekommen? Macht euch nichts vor: Wer sexuell ein zügelloses Leben führt, wer Götzen verehrt, wer die Ehe bricht, wer als Mann seinen Körper für Sex verkauft oder sich von Männern dafür missbrauchen lässt,

10wer stiehlt, wer immer mehr haben will, wer ein Trinker ist, wer andere niedermacht oder wer raubt - keiner von ihnen bekommt einen Platz in Gottes neuer Welt.

11Und genau so waren einige von euch früher einmal. Aber jetzt seid ihr reingewaschen, jetzt gehört ihr ganz zu Gott, jetzt seid ihr von eurer Schuld freigesprochen - durch den Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

12Manche sagen: Ich darf alles. Stimmt - aber nicht alles tut mir gut. Ich darf alles, doch ich lasse mich von nichts abhängig machen.

13Manche sagen: Das Essen ist für den Bauch da und der Bauch für das Essen. Doch Gott wird beides einmal vergehen lassen. Aber der Körper ist nicht dafür da, sexuell über die Stränge zu schlagen, sondern er gehört dem Herrn, und der Herr sorgt für den Körper.

14Gott hat den Herrn vom Tod auferweckt, und mit seiner Kraft wird er auch uns auferwecken.

15Wisst ihr nicht, dass euer Körper zu Christus gehört, als wäre er ein Teil von ihm? Soll ich nun das, was zu Christus gehört, nehmen und mit einer Prostituierten verbinden? Niemals!

16Oder wisst ihr nicht: Wer mit einer Prostituierten schläft, wird körperlich eins mit ihr? Denn in der Schrift heißt es: Die zwei werden ein einziger Mensch sein.

17Wer sich aber mit dem Herrn verbindet, ist im Geist eins mit ihm.

18Lauft weg vor sexueller Zügellosigkeit! Jede andere Verfehlung, die ein Mensch begeht, bleibt außerhalb seines Körpers. Doch wer sexuell zügellos lebt, vergeht sich an seinem eigenen Körper.

19Oder wisst ihr nicht, dass euer Körper ein Tempel ist, in dem der Heilige Geist wohnt? Den hat Gott euch gegeben. Ihr gehört also nicht euch selbst.

20Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Macht ihm darum mit eurem Körper alle Ehre.