Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 8

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Keine Verurteilung also nun für die in Christus Jesus.

2Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich befreit von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

3Denn das dem Gesetz Unmögliche, worin es schwach war durch das Fleisch, tat Gott: er sandte seinen eigenen Sohn in der Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und wegen der Sünde, und verurteilte die Sünde im Fleisch,

4damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt werde in uns, die wir nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.

5Denn die nach dem Fleisch sind, sinnen auf das des Fleisches, die aber nach dem Geist auf das des Geistes.

6Denn das Sinnen des Fleisches ist Tod, das Sinnen des Geistes aber Leben und Friede;

7weil das Sinnen des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn dem Gesetz Gottes ordnet es sich nicht unter, ja es kann es auch nicht;

8die aber im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.

9Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand den Geist Christi nicht hat, der ist nicht sein.

10Wenn aber Christus in euch ist, so ist zwar der Leib tot wegen der Sünde, der Geist aber Leben wegen der Gerechtigkeit.

11Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird der, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen in euch wohnenden Geist.

12Also denn, Brüder, Schuldner sind wir, nicht dem Fleisch, um nach dem Fleisch zu leben;

13denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.

14Denn so viele durch den Geist Gottes geführt werden, diese sind Söhne Gottes.

15Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern ihr habt einen Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

16Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

17Wenn aber Kinder, dann auch Erben; Erben Gottes zwar, Miterben aber Christi, wenn anders wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

18Denn ich rechne, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

19Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes;

20denn der Vergänglichkeit wurde die Schöpfung unterworfen, nicht freiwillig, sondern wegen dessen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung,

21weil auch sie, die Schöpfung selbst, befreit werden wird von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.

22Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt;

23nicht allein aber, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns, indem wir auf die Sohnschaft warten, die Erlösung unseres Leibes.

24Denn auf Hoffnung sind wir gerettet worden; Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung; denn was jemand sieht, was hofft er das noch?

25Wenn wir aber, was wir nicht sehen, hoffen, so warten wir durch Geduld darauf.

26Ebenso aber hilft auch der Geist unserer Schwachheit auf; denn was wir beten sollen, wie es sich gebührt, wissen wir nicht, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern;

27der aber die Herzen erforscht, weiß, was das Sinnen des Geistes ist, dass er gemäß Gott für die Heiligen eintritt.

28Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten mitwirkt, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.

29Denn die er zuvor erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern;

30die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, diese hat er auch verherrlicht.

31Was nun sollen wir zu diesem sagen? Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns?

32Der ja seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern für uns alle ihn hingegeben hat, wie wird er uns nicht auch mit ihm alles schenken?

33Wer wird Anklage erheben gegen Gottes Auserwählte? Gott ist es, der gerecht macht;

34Wer ist es, der verurteilt? Christus Jesus ist es, der gestorben ist, vielmehr aber auferweckt wurde, der zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.

35Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

36Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wir sind gerechnet worden wie Schlachtschafe.

37Aber in diesem allen siegen wir weit überlegen durch den, der uns geliebt hat.

38Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, noch Engel noch Mächte, noch Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten,

39weder Höhe noch Tiefe noch irgendein anderes Geschöpf wird uns scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.