Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 4

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Was nun werden wir sagen, dass Abraham, unser Vorvater, gefunden hat nach dem Fleisch?

2Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt wurde, hat er etwas zum Rühmen; aber nicht vor Gott.

3Denn was sagt die Schrift? Es glaubte aber Abraham Gott, und es wurde ihm angerechnet zur Gerechtigkeit.

4Dem aber, der arbeitet, wird der Lohn nicht nach Gnade angerechnet, sondern nach Schuldigkeit;

5dem aber, der nicht arbeitet, sondern glaubt an den, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube angerechnet zur Gerechtigkeit,

6so wie auch David die Seligpreisung des Menschen ausspricht, dem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne Werke:

7Selig, deren Gesetzlosigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt sind;

8selig der Mann, dem der Herr Sünde keinesfalls anrechnet.

9Diese Seligpreisung nun, gilt sie über die Beschneidung oder auch über die Unbeschnittenheit? Denn wir sagen: Dem Abraham wurde der Glaube zur Gerechtigkeit angerechnet.

10Wie nun wurde es angerechnet? Als er in der Beschneidung war oder in der Unbeschnittenheit? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Unbeschnittenheit;

11und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens in der Unbeschnittenheit, damit er Vater aller sei, die durch Unbeschnittenheit glauben, damit ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde,

12und Vater der Beschneidung für die, die nicht nur aus der Beschneidung sind, sondern auch für die, die in den Spuren des Glaubens unseres Vaters Abraham gehen, den er in der Unbeschnittenheit hatte.

13Denn nicht durch das Gesetz geschah die Verheißung dem Abraham oder seinem Samen, dass er Erbe der Welt sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.

14Denn wenn die aus dem Gesetz Erben sind, so ist der Glaube leer gemacht und die Verheißung außer Kraft gesetzt;

15denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.

16Darum ist es aus Glauben, damit es nach Gnade sei, sodass die Verheißung gewiss bleibt dem ganzen Samen, nicht dem aus dem Gesetz allein, sondern auch dem aus dem Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist,

17wie geschrieben steht: Zum Vater vieler Völker habe ich dich gesetzt, vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft wie das Seiende.

18Der gegen Hoffnung auf Hoffnung glaubte, dass er Vater vieler Völker werde, nach dem, was gesagt ist: So wird dein Same sein;

19und nicht schwach werdend im Glauben, betrachtete er seinen eigenen Leib, der schon erstorben war, da er etwa hundert Jahre alt war, und das Erstorbensein des Mutterleibes der Sara;

20angesichts der Verheißung Gottes aber zweifelte er nicht im Unglauben, sondern wurde stark gemacht im Glauben, indem er Gott Ehre gab

21und völlig überzeugt war, dass er, was er verheißen hat, auch zu tun vermag.

22Darum wurde es ihm auch angerechnet zur Gerechtigkeit.

23Es wurde aber nicht um seinetwillen allein geschrieben, dass es ihm angerechnet wurde,

24sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat,

25der hingegeben wurde um unserer Übertretungen willen und auferweckt wurde um unserer Rechtfertigung willen.