Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 73

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Ein Psalm. Von Asaf. Fürwahr, gut ist Gott zu Israel, zu den Reinen von Herzen.

2Ich aber, beinahe hatten sich geneigt meine Fuesse, fast nichts, da waren ausgeglitten meine Schritte.

3Denn ich ereiferte mich gegen die Prahler, den Frieden der Frevler sah ich.

4Denn keine Qualen sind bei ihrem Tod, und feist ist ihr Leib.

5In der Muehsal des Menschen sind sie nicht, und mit den Sterblichen werden sie nicht geplagt.

6Darum ist der Hochmut ihr Halsschmuck, Gewalttat umhuellt sie wie ein Gewand.

7Hervor tritt aus dem Fett ihr Auge, ueber laufen die Einbildungen des Herzens.

8Sie spotten und reden in Bosheit von Unterdrueckung, von der Hoehe herab reden sie.

9Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge wandelt einher auf der Erde.

10Darum wendet sich sein Volk hierher, und Wasser in Fuelle wird ihnen geschluerft.

11Und sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen, und gibt es Erkenntnis beim Hoechsten?

12Siehe, das sind die Frevler, und sorglos fuer immer haeufen sie Reichtum an.

13Fuerwahr, vergeblich habe ich rein gehalten mein Herz und in Unschuld gewaschen meine Haende.

14Und ich war geplagt den ganzen Tag, und meine Zurechtweisung kam an jedem Morgen.

15Wenn ich gesagt haette: Ich will erzaehlen wie sie, siehe, dem Geschlecht deiner Kinder haette ich treulos gehandelt.

16Und ich sann nach, um dies zu erkennen; eine Muehsal war es in meinen Augen,

17bis ich hineinging in die Heiligtuemer Gottes, da merkte ich auf ihr Ende.

18Fuerwahr, auf schluepfrige Wege setzt du sie, du laesst sie fallen in Truemmer.

19Wie wurden sie zur Verwuestung in einem Augenblick, ein Ende fanden sie, hin sind sie durch Schrecken.

20Wie ein Traum nach dem Erwachen, Herr, wenn du aufwachst, verachtest du ihr Bild.

21Als mein Herz verbittert war und es mich stach in meinen Nieren,

22da war ich dumm und wusste nichts, ein Vieh war ich bei dir.

23Ich aber bin bestaendig bei dir, du haeltst mich an meiner rechten Hand.

24Mit deinem Rat leitest du mich, und danach nimmst du mich auf in Herrlichkeit.

25Wen habe ich im Himmel? Und neben dir habe ich kein Verlangen auf der Erde.

26Es vergeht mein Fleisch und mein Herz; der Fels meines Herzens und mein Anteil ist Gott in Ewigkeit.

27Denn siehe, die fern von dir sind, gehen zugrunde; du vernichtest jeden, der treulos von dir abfaellt.

28Ich aber, die Naehe Gottes ist mein Gut; ich habe in den Herrn, den HERRN, meine Zuflucht gesetzt, zu erzaehlen all deine Werke.