Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 49

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Dem Chormeister. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm.

2Hört dies, alle Völker, horcht auf, alle Bewohner der Welt,

3sowohl Menschenkinder als auch Mannessöhne, miteinander Reicher und Armer.

4Mein Mund redet Weisheiten, und das Sinnen meines Herzens ist Einsicht.

5Ich neige zum Spruch mein Ohr, ich öffne bei der Leier mein Rätsel.

6Warum sollte ich mich fürchten in Tagen des Unheils, wenn die Schuld meiner Fersen mich umringt,

7die auf ihr Vermögen vertrauen und sich der Menge ihres Reichtums rühmen?

8Ein Bruder kann doch keinen loskaufen, ein Mann gibt Gott nicht sein Lösegeld.

9Und teuer ist der Loskauf ihrer Seele, und er muss davon ablassen für immer,

10dass er noch weiterlebe für immer, nicht sehe die Grube.

11Denn er sieht: Weise sterben, miteinander gehen Tor und Dummkopf zugrunde, und sie lassen anderen ihr Vermögen.

12Ihr Inneres meint, ihre Häuser seien für immer, ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht; sie rufen mit ihren Namen über Ländereien.

13Doch der Mensch in seiner Pracht bleibt nicht über Nacht; er gleicht dem Vieh, sie gehen zugrunde.

14Dies ist ihr Weg, Torheit ist ihnen eigen, und nach ihnen haben die an ihrem Mund Gefallen. Sela.

15Wie Kleinvieh sind sie ins Scheol gesetzt, der Tod weidet sie, und es treten Aufrechte über sie am Morgen, und ihre Gestalt zerfällt im Scheol, fern von seiner Wohnung.

16Doch Gott wird meine Seele loskaufen aus der Hand des Scheols, denn er wird mich nehmen. Sela.

17Fürchte dich nicht, wenn ein Mann reich wird, wenn die Herrlichkeit seines Hauses sich mehrt.

18Denn nicht bei seinem Tod nimmt er das alles, nicht steigt ihm seine Herrlichkeit hinab.

19Mag er auch seine Seele in seinem Leben segnen, und mögen sie dich preisen, weil du es dir gut sein lässt,

20so kommt sie doch zum Geschlecht seiner Väter; für immer werden sie kein Licht sehen.

21Ein Mensch in Pracht, doch ohne Einsicht, gleicht dem Vieh, sie gehen zugrunde.