Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 44

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Dem Chormeister. Von den Söhnen Korachs. Ein Maskil.

2Gott, mit unseren Ohren haben wir gehört, unsere Väter haben uns erzählt: ein Werk hast du gewirkt in ihren Tagen, in den Tagen der Vorzeit.

3Du, deine Hand hat Völker vertrieben, sie aber pflanztest du ein; du hast Nationen übel zugerichtet, sie aber sandtest du aus.

4Denn nicht mit ihrem Schwert nahmen sie das Land in Besitz, und ihr Arm rettete sie nicht; sondern deine Rechte und dein Arm und das Licht deines Angesichts, denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.

5Du bist es, mein König, Gott; gebiete Rettungen für Jakob.

6Durch dich stoßen wir unsere Bedränger nieder, durch deinen Namen zertreten wir, die sich gegen uns erheben.

7Denn nicht auf meinen Bogen vertraue ich, und mein Schwert rettet mich nicht.

8Sondern du hast uns gerettet von unseren Bedrängern, und unsere Hasser hast du beschämt.

9In Gott haben wir gerühmt den ganzen Tag, und deinen Namen werden wir preisen für immer. Sela.

10Doch du hast verworfen und uns beschämt, und du ziehst nicht aus mit unseren Heeren.

11Du lässt uns zurückweichen vor dem Bedränger, und unsere Hasser haben für sich geplündert.

12Du gibst uns hin wie Schafe zur Speise, und unter die Völker hast du uns zerstreut.

13Du verkaufst dein Volk für kein Geld, und du hast keinen hohen Preis gefordert für seine Verkaufspreise.

14Du machst uns zum Hohn für unsere Nachbarn, zu Spott und Gelächter für die rings um uns her.

15Du machst uns zum Spottwort unter den Völkern, zum Kopfschütteln unter den Nationen.

16Den ganzen Tag ist meine Schmach vor mir, und die Scham meines Angesichts hat mich bedeckt,

17wegen der Stimme dessen, der höhnt und lästert, vor dem Angesicht des Feindes und Rächers.

18All dies ist über uns gekommen, und doch haben wir dich nicht vergessen und nicht treulos gehandelt an deinem Bund.

19Unser Herz wich nicht zurück, und unsere Schritte bogen nicht ab von deinem Pfad,

20obwohl du uns zerschlagen hast am Ort der Schakale und uns bedeckt hast mit Finsternis des Todes.

21Hätten wir vergessen den Namen unseres Gottes und unsere Hände ausgebreitet zu einem fremden Gott,

22würde Gott das nicht erforschen? Denn er kennt die Verborgenheiten des Herzens.

23Denn um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wir werden geachtet wie Schafe zum Schlachten.

24Wache auf, warum schläfst du, Herr? Erwache, verwirf nicht für immer!

25Warum verbirgst du dein Angesicht, vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis?

26Denn niedergebeugt in den Staub ist unsere Seele, am Boden klebt unser Leib.

27Steh auf, zur Hilfe für uns, und erlöse uns um deiner Güte willen!