Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Psalmen 40

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Dem Chormeister. Von David. Ein Psalm.

2Geharrt, geharrt habe ich auf den HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien.

3Und er zog mich herauf aus der Grube des Tosens, aus dem Schlamm des Morasts, und stellte meine Füße auf einen Fels, machte meine Schritte fest.

4Und er gab in meinen Mund ein neues Lied, ein Loblied für unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen.

5Glücklich der Mann, der den HERRN zu seinem Vertrauen gemacht hat und sich nicht zu den Stolzen gewandt hat und zu denen, die sich der Lüge zuneigen.

6Vieles hast du getan, du, HERR, mein Gott: deine Wunder und deine Gedanken über uns – nichts kommt dir gleich. Wollte ich sie ansagen und aussprechen, sie sind zu zahlreich zum Erzählen.

7Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht begehrt – Ohren hast du mir gegraben; Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gefordert.

8Da sprach ich: Siehe, ich bin gekommen; in der Buchrolle ist über mich geschrieben.

9Deinen Willen zu tun, mein Gott, habe ich begehrt, und deine Weisung ist in meinem Innersten.

10Ich habe Gerechtigkeit verkündet in großer Versammlung. Siehe, meine Lippen halte ich nicht zurück – HERR, du weißt es.

11Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen in meinem Herzen, deine Treue und deine Rettung habe ich ausgesprochen; ich habe deine Güte und deine Wahrheit nicht verschwiegen vor der großen Versammlung.

12Du, HERR, halte dein Erbarmen nicht von mir zurück; deine Güte und deine Wahrheit mögen mich beständig behüten.

13Denn umringt haben mich Übel ohne Zahl, eingeholt haben mich meine Verschuldungen, und ich vermag nicht zu sehen; sie sind zahlreicher als die Haare meines Kopfes, und mein Herz hat mich verlassen.

14Lass es dir gefallen, HERR, mich zu erretten; HERR, zu meiner Hilfe eile herbei.

15Beschämt sollen sie werden und schamrot zumal, die mir nach der Seele trachten, sie wegzuraffen; zurückweichen sollen sie und zuschanden werden, die mein Unheil begehren.

16Erstarren sollen sie als Lohn ihrer Schande, die zu mir sagen: Haha, haha!

17Jubeln und sich freuen sollen in dir alle, die dich suchen; immer sollen sagen, die deine Rettung lieben: Groß ist der HERR.

18Ich aber bin elend und arm – der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und mein Retter bist du; mein Gott, zögere nicht.