Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 6

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Habt aber acht, eure Gerechtigkeit nicht zu tun vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; wenn aber nicht, so habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist.

2Wenn du nun Almosen gibst, posaune nicht vor dir her, wie die Heuchler es tun in den Synagogen und in den Gassen, damit sie von den Menschen verherrlicht werden; Amen, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

3Du aber, wenn du Almosen gibst, soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut,

4damit dein Almosen im Verborgenen sei; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten.

5Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie den Menschen sichtbar werden; Amen, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

6Du aber, wenn du betest, geh hinein in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten.

7Wenn ihr aber betet, plappert nicht wie die Heiden; denn sie meinen, dass sie durch ihre vielen Worte erhört werden.

8Werdet ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr nötig habt, ehe ihr ihn bittet.

9So nun betet ihr: Unser Vater, der in den Himmeln ist, geheiligt werde dein Name;

10es komme dein Reich; es geschehe dein Wille, wie im Himmel, so auch auf Erden.

11Unser tägliches Brot gib uns heute;

12und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben haben unseren Schuldnern;

13und führe uns nicht hinein in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen.

14Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird auch euch euer himmlischer Vater vergeben;

15wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird auch euer Vater eure Verfehlungen nicht vergeben.

16Wenn ihr aber fastet, werdet nicht wie die Heuchler, finster blickend; denn sie entstellen ihre Gesichter, damit sie den Menschen als Fastende sichtbar werden; Amen, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

17Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,

18damit du den Menschen nicht als Fastender sichtbar wirst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten.

19Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß vernichten und wo Diebe durchgraben und stehlen;

20sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß vernichtet und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen;

21denn wo dein Schatz ist, dort wird auch dein Herz sein.

22Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, wird dein ganzer Leib licht sein;

23wenn aber dein Auge böse ist, wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß die Finsternis!

24Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird an dem einen festhalten und den anderen verachten; ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

25Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um eure Seele, was ihr essen sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt; ist nicht die Seele mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?

26Blickt hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater nährt sie; seid nicht ihr viel mehr wert als sie?

27Wer aber von euch kann durch Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle hinzufügen?

28Und um Kleidung, was sorgt ihr euch? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie mühen sich nicht noch spinnen sie;

29ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet war wie eine von diesen.

30Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute ist und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, nicht viel mehr euch, ihr Kleingläubigen?

31So sorgt euch nun nicht und sagt: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen?

32denn nach all diesem trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles nötig habt.

33Trachtet aber zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden.

34So sorgt euch nun nicht um das Morgen, denn das Morgen wird für sich selbst sorgen; genug ist dem Tag seine eigene Plage.