Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 24

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und Jesus ging hinaus vom Tempel und zog weg, und es traten seine Jünger herzu, um ihm die Bauten des Tempels zu zeigen.

2Er aber antwortend sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Amen, ich sage euch: Nicht wird hier Stein auf Stein gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird.

3Als er aber saß auf dem Ölberg, traten zu ihm die Jünger für sich allein und sagten: Sage uns, wann wird dies sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?

4Und antwortend sprach Jesus zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand irreführe.

5Denn viele werden kommen auf meinen Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele irreführen.

6Ihr werdet aber hören von Kriegen und Kriegsgerüchten; seht zu, erschreckt nicht; denn es muss geschehen, aber noch ist nicht das Ende.

7Denn es wird sich erheben Volk gegen Volk und Königreich gegen Königreich, und es werden sein Hungersnöte und Erdbeben an verschiedenen Orten;

8alles dies aber ist der Anfang der Wehen.

9Dann werden sie euch übergeben in Bedrängnis und werden euch töten, und ihr werdet gehasst werden von allen Völkern um meines Namens willen.

10Und dann werden viele zu Fall kommen und werden einander übergeben und werden einander hassen;

11und viele falsche Propheten werden sich erheben und werden viele irreführen;

12und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird erkalten die Liebe der vielen.

13Wer aber ausharrt bis zum Ende, dieser wird gerettet werden.

14Und gepredigt werden wird dieses Evangelium des Reiches in der ganzen bewohnten Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird kommen das Ende.

15Wenn ihr nun seht den Gräuel der Verwüstung, von dem geredet wurde durch Daniel den Propheten, stehend an heiligem Ort – wer es liest, der verstehe –,

16dann sollen die in Judäa fliehen auf die Berge,

17wer auf dem Dach ist, steige nicht hinab, um zu holen, was aus seinem Haus ist,

18und wer auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, um sein Obergewand zu holen.

19Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen.

20Betet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter noch am Sabbat;

21denn es wird dann sein eine große Bedrängnis, wie sie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht mehr sein wird.

22Und wenn nicht verkürzt würden jene Tage, so würde nicht gerettet werden alles Fleisch; um der Auserwählten willen aber werden verkürzt werden jene Tage.

23Dann, wenn jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder: Hier!, so glaubt es nicht;

24denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten und werden geben große Zeichen und Wunder, sodass sie irreführen, wenn möglich, auch die Auserwählten.

25Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.

26Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, in der Wüste ist er!, so geht nicht hinaus; Siehe, in den Kammern!, so glaubt es nicht;

27denn gleichwie der Blitz ausgeht von Osten und scheint bis nach Westen, so wird sein die Ankunft des Sohnes des Menschen.

28Wo das Aas ist, dort werden sich versammeln die Adler.

29Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden fallen vom Himmel, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.

30Und dann wird erscheinen das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel, und dann werden wehklagen alle Stämme der Erde und werden sehen den Sohn des Menschen kommen auf den Wolken des Himmels mit Kraft und großer Herrlichkeit.

31Und er wird senden seine Engel mit großem Posaunenschall, und sie werden zusammensammeln seine Auserwählten aus den vier Winden, von einem Ende der Himmel bis zu deren anderem Ende.

32Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn schon sein Zweig weich wird und die Blätter hervortreibt, erkennt ihr, dass nahe ist der Sommer;

33so auch ihr: Wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe ist, vor den Türen.

34Amen, ich sage euch: Nicht wird vergehen dieses Geschlecht, bis dies alles geschieht.

35Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.

36Über jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel der Himmel, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.

37Gleichwie aber die Tage des Noah, so wird sein die Ankunft des Sohnes des Menschen.

38Denn wie sie waren in jenen Tagen vor der Flut: essend und trinkend, heiratend und verheiratend, bis zu dem Tag, an dem Noah hineinging in die Arche,

39und sie erkannten es nicht, bis die Flut kam und alle wegnahm, so wird sein auch die Ankunft des Sohnes des Menschen.

40Dann werden zwei sein auf dem Feld; einer wird mitgenommen, und einer wird gelassen;

41zwei mahlend an der Mühle; eine wird mitgenommen, und eine wird gelassen.

42Wacht nun, weil ihr nicht wisst, an welchem Tag euer Herr kommt.

43Jenes aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, in welcher Nachtwache der Dieb kommt, so hätte er gewacht und nicht zugelassen, dass durchgebrochen würde sein Haus.

44Deshalb seid auch ihr bereit, weil zu der Stunde, da ihr es nicht meint, der Sohn des Menschen kommt.

45Wer ist denn der treue und kluge Knecht, den der Herr gesetzt hat über seine Dienerschaft, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit?

46Selig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, so tun finden wird.

47Amen, ich sage euch: Über alle seine Habe wird er ihn setzen.

48Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr lässt auf sich warten,

49und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, isst aber und trinkt mit den Betrunkenen,

50so wird kommen der Herr jenes Knechtes an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt,

51und wird ihn entzweihauen und sein Teil mit den Heuchlern setzen; dort wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.