Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Markus 5

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Meeres, in das Land der Gerasener.

2Und als er aus dem Boot herausgegangen war, sogleich begegnete ihm aus den Grabstätten ein Mensch mit einem unreinen Geist,

3der seine Wohnung in den Grabstätten hatte, und nicht einmal mit einer Kette konnte ihn mehr jemand binden,

4deswegen, weil er oft mit Fußfesseln und Ketten gebunden gewesen und die Ketten von ihm zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren, und niemand vermochte ihn zu bändigen,

5Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und in den Bergen, schreiend und sich selbst mit Steinen zerschlagend.

6Und als er Jesus von ferne sah, lief er und fiel vor ihm nieder,

7und mit lauter Stimme schreiend sagt er: Was habe ich mit dir, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!

8Denn er sagte zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen!

9Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er sagt zu ihm: Legion ist mein Name, denn wir sind viele.

10Und er bat ihn sehr, dass er sie nicht aus dem Land hinausschicke.

11Es war aber dort am Berg eine große Herde Schweine, die weidete;

12und sie baten ihn und sagten: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren.

13Und er erlaubte es ihnen. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine hinein, und die Herde stürmte den Abhang hinab in das Meer, etwa zweitausend, und sie ertranken im Meer.

14Und die sie weideten, flohen und berichteten es in die Stadt und auf die Felder; und sie kamen, um zu sehen, was das Geschehene ist.

15Und sie kommen zu Jesus und sehen den Besessenen sitzen, bekleidet und bei Verstand, ihn, der die Legion gehabt hatte, und sie fürchteten sich.

16Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie es dem Besessenen geschehen war, und über die Schweine.

17Und sie begannen, ihn zu bitten, aus ihren Grenzen wegzugehen.

18Und als er in das Boot stieg, bat ihn der gewesene Besessene, dass er bei ihm sei.

19Und er ließ es ihm nicht zu, sondern sagt zu ihm: Geh in dein Haus zu den Deinen und berichte ihnen, wie viel der Herr dir getan und sich deiner erbarmt hat.

20Und er ging weg und begann, in der Dekapolis zu verkünden, wie viel Jesus ihm getan hatte, und alle staunten.

21Und als Jesus im Boot wieder zum jenseitigen Ufer hinübergefahren war, versammelte sich eine große Menge zu ihm, und er war am Meer.

22Und es kommt einer der Synagogenvorsteher mit Namen Jaïrus, und als er ihn sah, fällt er ihm zu Füßen

23und bittet ihn sehr und sagt: Mein Töchterchen ist in den letzten Zügen; komm doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und lebt!

24Und er ging mit ihm weg, und es folgte ihm eine große Menge, und sie drängten ihn.

25Und eine Frau, die zwölf Jahre im Blutfluss war,

26und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und alles aufgewendet hatte, was sie hatte, und ihr nichts genützt hatte, sondern es eher zum Schlimmeren gekommen war,

27als sie das über Jesus gehört hatte, kam sie in der Menge von hinten und berührte sein Gewand;

28denn sie sagte: Wenn ich auch nur seine Kleider berühre, werde ich gerettet werden.

29Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie erkannte am Leib, dass sie von der Plage geheilt ist.

30Und sogleich, als Jesus an sich selbst die aus ihm hinausgegangene Kraft erkannte, wandte er sich in der Menge um und sagte: Wer hat meine Kleider berührt?

31Und seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst die Menge, die dich drängt, und du sagst: Wer hat mich berührt?

32Und er blickte umher, um die zu sehen, die das getan hatte.

33Die Frau aber, sich fürchtend und zitternd, wissend, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.

34Er aber sagte zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage.

35Während er noch redete, kommen sie vom Synagogenvorsteher und sagen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du noch den Lehrer?

36Jesus aber, das gesprochene Wort überhörend, sagt zum Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!

37Und er ließ niemand mit sich gehen außer Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.

38Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers, und er sieht ein Getümmel und Weinende und laut Klagende,

39und hineingehend sagt er zu ihnen: Was lärmt ihr und weint? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft.

40Und sie verlachten ihn. Er aber, nachdem er alle hinausgetrieben hatte, nimmt den Vater des Kindes und die Mutter und die mit ihm waren, und geht hinein, wo das Kind war.

41Und die Hand des Kindes ergreifend sagt er zu ihm: Talita kum, was übersetzt heißt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!

42Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; denn es war zwölf Jahre alt. Und sie gerieten sogleich außer sich in großem Entsetzen.

43Und er befahl ihnen nachdrücklich, dass niemand dies erfahre, und sagte, man solle ihr zu essen geben.