Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Markus 2

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und als er wieder nach Kafarnaum hineinging nach Tagen, wurde gehört, dass er im Haus ist.

2Und es versammelten sich viele, sodass nicht mehr Platz war, auch nicht bei der Tür, und er redete zu ihnen das Wort.

3Und sie kommen und bringen zu ihm einen Gelähmten, getragen von vieren.

4Und da sie nicht zu ihm gelangen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach ab, wo er war, und nachdem sie es aufgebrochen hatten, lassen sie die Bahre hinab, wo der Gelähmte lag.

5Und als Jesus ihren Glauben sah, sagt er zu dem Gelähmten: Kind, vergeben sind dir deine Sünden.

6Es saßen aber dort einige der Schriftgelehrten und überlegten in ihren Herzen:

7Was redet dieser so? Er lästert. Wer kann Sünden vergeben außer einem, Gott?

8Und sogleich, da Jesus in seinem Geist erkannte, dass sie so bei sich überlegen, sagt er zu ihnen: Was überlegt ihr dies in euren Herzen?

9Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Vergeben sind dir deine Sünden, oder zu sagen: Steh auf und nimm deine Bahre und geh?

10Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat auf der Erde, Sünden zu vergeben — sagt er zu dem Gelähmten:

11Dir sage ich, steh auf, nimm deine Bahre und geh in dein Haus.

12Und er stand auf und sogleich nahm er die Bahre und ging hinaus vor allen, sodass alle außer sich gerieten und Gott priesen und sagten: So haben wir es niemals gesehen.

13Und er ging wieder hinaus an den See; und die ganze Menge kam zu ihm, und er lehrte sie.

14Und vorbeigehend sah er Levi, den des Alphäus, am Zollhaus sitzen, und er sagt zu ihm: Folge mir. Und er stand auf und folgte ihm.

15Und es geschieht, dass er in seinem Haus zu Tisch liegt, und viele Zöllner und Sünder lagen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch; denn es waren viele, und sie folgten ihm,

16und Schriftgelehrte der Pharisäer. Und als sie sahen, dass er mit den Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Warum isst und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern?

17Und als Jesus es hörte, sagt er zu ihnen: Nicht haben die Starken einen Arzt nötig, sondern die, denen es schlecht geht. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

18Und es waren die Jünger des Johannes und die Pharisäer am Fasten. Und sie kommen und sagen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht?

19Und Jesus sagte zu ihnen: Können etwa die Söhne des Brautgemachs fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten.

20Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen wird, und dann werden sie fasten an jenem Tag.

21Niemand näht einen Flicken aus ungewalktem Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt das Neue, das ergänzen sollte, vom Alten ab, und ein schlimmerer Riss entsteht.

22Und niemand füllt jungen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein geht verloren und die Schläuche.

23Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Saatfelder ging, und seine Jünger begannen, einen Weg zu bahnen, indem sie die Ähren ausrauften.

24Und die Pharisäer sagten zu ihm: Sieh, warum tun sie am Sabbat, was nicht erlaubt ist?

25Und er sagt zu ihnen: Habt ihr niemals gelesen, was David tat, als er in Not war und Hunger hatte, er und die mit ihm waren?

26Wie er hineinging in das Haus Gottes zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar und die Schaubrote aß, die niemand essen darf außer den Priestern, und auch denen gab, die bei ihm waren?

27Und er sagte zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geworden und nicht der Mensch um des Sabbats willen.

28Sodass der Sohn des Menschen Herr ist auch über den Sabbat.