Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Markus 11

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Und als sie sich Jerusalem nähern und Betanien beim Ölberg, sendet er zwei seiner Jünger

2und sagt zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt, und sogleich, in es hineingehend, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch keiner der Menschen gesessen hat; bindet es los und bringt es.

3Und wenn jemand zu euch sagt: Warum tut ihr dies? sagt: Der Herr hat es nötig, und sogleich sendet er es wieder hierher.

4Und sie gingen weg und fanden ein Fohlen angebunden an der Tür draußen am Weg, und sie binden es los.

5Und einige von denen, die dort standen, sagten zu ihnen: Was tut ihr da, dass ihr das Fohlen losbindet?

6Sie aber sagten ihnen, wie Jesus gesagt hatte; und sie ließen sie gewähren.

7Und sie bringen das Fohlen zu Jesus, und sie werfen ihre Kleider darauf, und er setzte sich auf es.

8Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber Zweige, die sie von den Feldern abschnitten.

9Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosanna! Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn!

10Gesegnet das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in den Höhen!

11Und er ging hinein nach Jerusalem in den Tempel; und nachdem er alles ringsum angesehen hatte, da es schon spät an der Stunde war, ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölf.

12Und am folgenden Tag, als sie von Betanien weggingen, hungerte ihn.

13Und als er von ferne einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er wohl etwas an ihm finden würde, und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigen.

14Und antwortend sprach er zu ihm: Nicht mehr in Ewigkeit esse jemand Frucht von dir! Und seine Jünger hörten es.

15Und sie kommen nach Jerusalem. Und er ging in den Tempel hinein und begann, die Verkaufenden und die Kaufenden im Tempel hinauszutreiben, und die Tische der Geldwechsler und die Sitze der Taubenverkäufer warf er um,

16und er ließ nicht zu, dass jemand ein Gerät durch den Tempel trage,

17und er lehrte und sagte zu ihnen: Steht nicht geschrieben: Mein Haus wird ein Haus des Gebets genannt werden für alle Völker? Ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.

18Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es, und sie suchten, wie sie ihn umbrächten; denn sie fürchteten ihn, denn die ganze Menge war außer sich über seine Lehre.

19Und wenn es spät wurde, gingen sie hinaus, außerhalb der Stadt.

20Und als sie früh am Morgen vorübergingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an.

21Und Petrus erinnerte sich und sagt zu ihm: Rabbi, sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.

22Und antwortend sagt Jesus zu ihnen: Habt Glauben an Gott!

23Amen, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und nicht zweifelt in seinem Herzen, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.

24Deswegen sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.

25Und wann immer ihr steht und betet, vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Verfehlungen vergebe.

26[ausgelassen] Vers 26 („Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird euch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben") fehlt in den ältesten Handschriften; aus Matthäus 6,15 angeglichen.

27Und sie kommen wieder nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherging, kommen zu ihm die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten

28und sagten zu ihm: In welcher Vollmacht tust du dies? Oder wer hat dir diese Vollmacht gegeben, dass du dies tust?

29Jesus aber sagte zu ihnen: Ich werde euch ein Wort fragen, und antwortet mir, und ich werde euch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue.

30Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir.

31Und sie überlegten bei sich selbst und sagten: Wenn wir sagen: vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?

32Aber sollen wir sagen: von den Menschen? Sie fürchteten das Volk; denn alle hielten den Johannes wirklich dafür, dass er ein Prophet war.

33Und antwortend sagen sie zu Jesus: Wir wissen es nicht. Und Jesus sagt zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.