Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Johannes 14

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Nicht erschrecke euer Herz; glaubt an Gott, und an mich glaubt.

2Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn aber nicht, hätte ich euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten;

3und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir selbst nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seid.

4Und wohin ich hingehe, wisst ihr den Weg.

5Es sagt zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie wissen wir den Weg?

6Es sagt zu ihm Jesus: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

7Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.

8Es sagt zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.

9Es sagt zu ihm Jesus: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen; wie sagst du: Zeige uns den Vater?

10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, rede ich nicht aus mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.

11Glaubt mir, dass ich im Vater und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen.

12Amen, Amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, die Werke, die ich tue, wird auch jener tun, und größere als diese wird er tun; denn ich gehe zum Vater;

13und was ihr auch immer bittet in meinem Namen, dieses werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn;

14Wenn ihr mich etwas bittet in meinem Namen, werde ich es tun.

15Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten;

16und ich werde den Vater bitten, und einen anderen Beistand wird er euch geben, damit er bei euch sei in Ewigkeit,

17den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht schaut und ihn nicht erkennt; ihr erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.

18Ich werde euch nicht als Waisen lassen, ich komme zu euch.

19Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet.

20An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.

21Wer meine Gebote hat und sie hält, jener ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm selbst offenbaren.

22Es sagt zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, und was ist geschehen, dass du im Begriff bist, dich uns zu offenbaren und nicht der Welt?

23Es antwortete Jesus und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

24Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

25Dieses habe ich zu euch geredet, während ich bei euch bleibe;

26der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, jener wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Nicht erschrecke euer Herz und sei nicht verzagt.

28Ihr habt gehört, dass ich euch sagte: Ich gehe weg und komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, hättet ihr euch gefreut, dass ich zum Vater gehe, weil der Vater größer ist als ich.

29Und jetzt habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht.

30Nicht mehr vieles werde ich mit euch reden; denn es kommt der Herrscher der Welt, und in mir hat er nichts,

31sondern damit die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe, und so, wie mir der Vater geboten hat, so tue ich. Steht auf, lasst uns von hier gehen.