Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Hohelied 3

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich, den meine Seele liebt; ich suchte ihn, und ich fand ihn nicht.

2Ich will doch aufstehen und will die Stadt durchstreifen, in den Gassen und auf den Plätzen; ich will suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn, und ich fand ihn nicht.

3Es fanden mich die Wächter, die in der Stadt umhergehen: Habt ihr gesehen, den meine Seele liebt?

4Kaum war ich an ihnen vorüber, da fand ich, den meine Seele liebt. Ich ergriff ihn und ließ ihn nicht los, bis ich ihn gebracht hatte ins Haus meiner Mutter und in die Kammer der, die mich geboren hat.

5Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes: Weckt nicht auf und stört nicht die Liebe, bis es ihr gefällt.

6Wer ist diese, die heraufkommt aus der Wüste wie Rauchsäulen, umduftet von Myrrhe und Weihrauch, von allem Pulver des Händlers?

7Siehe, sein Bett, das dem Salomo gehört: Sechzig Helden ringsum es, von den Helden Israels.

8Alle von ihnen packen das Schwert, geübt im Krieg; jeder sein Schwert an seiner Hüfte, wegen des Schreckens in den Nächten.

9Eine Sänfte machte sich der König Salomo aus den Hölzern des Libanon.

10Ihre Säulen machte er aus Silber, ihre Lehne aus Gold, ihren Sitz aus Purpur, ihr Inneres ausgelegt mit Liebe, von den Töchtern Jerusalems.

11Zieht hinaus und seht, ihr Töchter Zions, den König Salomo mit der Krone, mit der ihn seine Mutter gekrönt hat am Tag seiner Hochzeit und am Tag der Freude seines Herzens.