Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Hohelied 1

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Das Lied der Lieder, das von Salomo ist.

2Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebkosungen sind besser als Wein.

3Zum Duft sind deine Öle gut, ausgegossenes Öl ist dein Name; darum lieben dich die Mädchen.

4Zieh mich hinter dir her, wir wollen laufen! Der König hat mich in seine Kammern gebracht. Wir wollen jubeln und uns freuen an dir, wir wollen deine Liebkosungen rühmen mehr als Wein. Zu Recht lieben sie dich.

5Schwarz bin ich und doch schön, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte Kedars, wie die Zeltdecken Salomos.

6Seht mich nicht an, weil ich schwärzlich bin, weil die Sonne mich verbrannt hat. Die Söhne meiner Mutter zürnten mir, sie setzten mich als Hüterin der Weinberge ein; meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet.

7Sag mir, du, den meine Seele liebt: Wo weidest du, wo lässt du lagern am Mittag? Warum sollte ich sein wie eine Verhüllte bei den Herden deiner Gefährten?

8Wenn du es nicht weisst, du Schönste unter den Frauen, so geh hinaus auf den Spuren der Schafe und weide deine Zicklein bei den Wohnungen der Hirten.

9Mit meiner Stute an den Wagen des Pharao vergleiche ich dich, meine Freundin.

10Schön sind deine Wangen zwischen den Kettchen, dein Hals mit den Perlenschnüren.

11Kettchen aus Gold wollen wir dir machen mit Punkten aus Silber.

12Solange der König bei seiner Tafel war, gab meine Narde ihren Duft.

13Ein Büschel Myrrhe ist mir mein Geliebter, das zwischen meinen Brüsten ruht.

14Eine Traube von Henna ist mir mein Geliebter, in den Weinbergen von En-Gedi.

15Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön, deine Augen sind Tauben.

16Siehe, du bist schön, mein Geliebter, ja, lieblich; ja, unser Lager ist grün.

17Die Balken unserer Häuser sind Zedern, unser Getäfel Zypressen.