Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Galater 5

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder von einem Joch der Knechtschaft niederhalten.

2Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr euch beschneiden lasst, Christus euch nichts nützen wird.

3Ich bezeuge aber wieder jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er schuldig ist, das ganze Gesetz zu tun.

4Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet; aus der Gnade seid ihr herausgefallen.

5Denn wir erwarten durch den Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit.

6Denn in Christus Jesus vermag weder Beschneidung etwas noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirkt.

7Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen?

8Diese Überredung ist nicht von dem, der euch ruft.

9Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.

10Ich vertraue auf euch im Herrn, dass ihr nichts anderes denken werdet; der euch aber verwirrt, wird das Urteil tragen, wer er auch sei.

11Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung predige, warum werde ich noch verfolgt? Dann ist ja der Anstoß des Kreuzes beseitigt.

12Mögen sich doch auch verschneiden, die euch aufwiegeln!

13Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur nicht die Freiheit zum Anlass für das Fleisch, sondern durch die Liebe dient einander.

14Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

15Wenn ihr aber einander beißt und fresst, seht zu, dass ihr nicht voneinander aufgezehrt werdet.

16Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches gewiss nicht vollbringen.

17Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese widerstreiten einander, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.

18Wenn ihr aber vom Geist geführt werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.

19Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,

20Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Ränke, Spaltungen, Parteiungen,

21Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und das diesen Ähnliche, von dem ich euch vorhersage, wie ich vorher gesagt habe, dass die, die solches tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

22Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glaube,

23Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen solche gibt es kein Gesetz.

24Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und den Begierden.

25Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln.

26Lasst uns nicht ruhmsüchtig werden, einander herausfordernd, einander beneidend.