Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Korinther 7

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Was aber das betrifft, worüber ihr geschrieben habt: Es ist gut für einen Menschen, eine Frau nicht zu berühren;

2wegen der Unzucht aber habe jeder seine eigene Frau, und jede habe ihren eigenen Mann.

3Der Frau erstatte der Mann das Geschuldete, ebenso aber auch die Frau dem Mann.

4Die Frau verfügt nicht über den eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über den eigenen Leib, sondern die Frau.

5Entzieht euch einander nicht, außer vielleicht aus Übereinkunft für eine Zeit, damit ihr euch dem Gebet widmet und wieder beieinander seid, damit euch der Satan nicht versucht wegen eurer Unenthaltsamkeit.

6Dies aber sage ich als Zugeständnis, nicht als Befehl.

7Ich will aber, dass alle Menschen so sind wie auch ich selbst; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.

8Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie auch ich;

9wenn sie sich aber nicht enthalten, sollen sie heiraten; denn es ist besser zu heiraten als zu brennen.

10Den Verheirateten aber gebiete ich, nicht ich, sondern der Herr: Eine Frau soll sich nicht vom Mann trennen

11– wenn sie sich aber doch trennt, soll sie unverheiratet bleiben oder sich mit dem Mann versöhnen –, und ein Mann soll eine Frau nicht entlassen.

12Den Übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und diese einwilligt, mit ihm zu wohnen, soll er sie nicht entlassen;

13und eine Frau, wenn sie einen ungläubigen Mann hat und dieser einwilligt, mit ihr zu wohnen, soll den Mann nicht entlassen.

14Denn geheiligt ist der ungläubige Mann in der Frau, und geheiligt ist die ungläubige Frau in dem Bruder; sonst nämlich wären eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.

15Wenn aber der Ungläubige sich trennt, so trenne er sich; nicht versklavt ist der Bruder oder die Schwester in solchen Fällen; in Frieden aber hat euch Gott berufen.

16Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau retten wirst?

17Nur wie der Herr einem jeden zugeteilt hat, wie Gott einen jeden berufen hat, so wandle er; und so ordne ich es in allen Gemeinden an.

18Ist jemand beschnitten berufen worden? Er ziehe sich die Vorhaut nicht wieder über. Ist jemand in der Unbeschnittenheit berufen worden? Er lasse sich nicht beschneiden.

19Die Beschneidung ist nichts, und die Unbeschnittenheit ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes.

20Ein jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde.

21Bist du als Sklave berufen worden? Es kümmere dich nicht; doch wenn du auch frei werden kannst, mach umso mehr Gebrauch davon.

22Denn der im Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des Herrn; ebenso ist der als Freier Berufene ein Sklave Christi.

23Um einen Preis seid ihr gekauft worden; werdet nicht Sklaven von Menschen.

24Ein jeder, worin er berufen wurde, Brüder, darin bleibe er bei Gott.

25Was aber die Jungfrauen betrifft, so habe ich keinen Befehl des Herrn, ich gebe aber eine Meinung als einer, der vom Herrn Erbarmen empfangen hat, treu zu sein.

26Ich meine nun, dass dies gut ist wegen der gegenwärtigen Not, dass es nämlich gut ist für einen Menschen, so zu sein.

27Bist du an eine Frau gebunden? Suche keine Lösung. Bist du losgelöst von einer Frau? Suche keine Frau.

28Wenn du aber auch heiratest, hast du nicht gesündigt; und wenn die Jungfrau heiratet, hat sie nicht gesündigt. Bedrängnis aber werden solche im Fleisch haben, ich aber schone euch.

29Dies aber sage ich, Brüder: Die Zeit ist zusammengedrängt; fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein wie solche, die keine haben,

30und die Weinenden wie solche, die nicht weinen, und die sich Freuenden wie solche, die sich nicht freuen, und die Kaufenden wie solche, die nichts besitzen,

31und die diese Welt Gebrauchenden wie solche, die sie nicht völlig ausnutzen; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

32Ich will aber, dass ihr ohne Sorge seid. Der Unverheiratete ist besorgt um die Dinge des Herrn, wie er dem Herrn gefalle;

33der aber Verheiratete ist besorgt um die Dinge der Welt, wie er der Frau gefalle,

34und er ist geteilt. Und die Frau und die unverheiratete Jungfrau ist besorgt um die Dinge des Herrn, damit sie heilig sei sowohl am Leib als auch am Geist; die Verheiratete aber ist besorgt um die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefalle.

35Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht damit ich euch eine Schlinge überwerfe, sondern im Hinblick auf das Wohlanständige und auf ungeteiltes Festhalten am Herrn.

36Wenn aber jemand meint, sich unanständig gegenüber seiner Jungfrau zu verhalten, falls sie über die Reife hinaus ist, und es muss so geschehen, so tue er, was er will; er sündigt nicht; sie sollen heiraten.

37Wer aber fest in seinem Herzen steht, ohne Zwang, und Vollmacht hat über seinen eigenen Willen, und dies in seinem eigenen Herzen beschlossen hat, seine Jungfrau zu bewahren, der wird gut handeln;

38so dass auch der, der seine Jungfrau verheiratet, gut handelt, und der, der sie nicht verheiratet, besser handeln wird.

39Eine Frau ist gebunden, solange Zeit ihr Mann lebt; wenn aber der Mann entschläft, ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur im Herrn.

40Glückseliger aber ist sie, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung; ich meine aber, auch ich habe Gottes Geist.