Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Johannes 3

Augsburger GenerativBibel Urtextnah

1Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes genannt werden; und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.

2Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und noch wurde nicht offenbar, was wir sein werden. Wir wissen, dass, wenn er offenbar wird, wir ihm gleich sein werden, weil wir ihn sehen werden, wie er ist.

3Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, so wie jener rein ist.

4Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.

5Und ihr wisst, dass jener offenbar wurde, damit er die Sünden wegnehme, und Sünde ist in ihm nicht.

6Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn auch nicht erkannt.

7Kindlein, niemand führe euch irre; der die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, so wie jener gerecht ist.

8Der die Sünde tut, ist aus dem Teufel, weil der Teufel von Anfang an sündigt. Dazu wurde der Sohn Gottes offenbar, damit er die Werke des Teufels auflöse.

9Jeder, der aus Gott gezeugt ist, tut keine Sünde, weil sein Same in ihm bleibt; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott gezeugt ist.

10Daran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels: Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut, ist nicht aus Gott, und der seinen Bruder nicht liebt.

11Denn dies ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, dass wir einander lieben sollen;

12nicht so wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder abschlachtete. Und weswegen schlachtete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

13Und wundert euch nicht, Brüder, wenn euch die Welt hasst.

14Wir wissen, dass wir hinübergegangen sind aus dem Tod in das Leben, weil wir die Brüder lieben; wer nicht liebt, bleibt im Tod.

15Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder, und ihr wisst, dass kein Menschenmörder ewiges Leben in sich bleibend hat.

16Daran haben wir die Liebe erkannt, dass jener für euch seine Seele hingelegt hat; und auch wir sind schuldig, für die Brüder die Seelen hinzulegen.

17Wer aber den Lebensunterhalt der Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Inneres vor ihm verschließt, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?

18Kindlein, lasst uns nicht lieben mit Wort noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit.

19Und daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und werden vor ihm unsere Herzen überzeugen;

20denn wenn unser Herz uns verurteilt, so ist Gott größer als unser Herz und erkennt alles.

21Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimut zu Gott,

22und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.

23Und dies ist sein Gebot, dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, so wie er uns ein Gebot gegeben hat.

24Und wer seine Gebote hält, bleibt in ihm und er in ihm; und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.