Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 14

Augsburger GenerativBibel mittel

1Nehmt den im Glauben Schwachen an, ohne über seine Bedenken zu richten.

2Der eine ist überzeugt, er dürfe alles essen, der Schwache aber isst nur Gemüse.

3Wer isst, soll den nicht verachten, der nicht isst; und wer nicht isst, soll den nicht richten, der isst, denn Gott hat ihn angenommen.

4Wer bist du, dass du den Knecht eines anderen richtest? Vor seinem eigenen Herrn steht er oder fällt er; und er wird stehen, denn der Herr hat die Macht, ihn aufrecht zu halten.

5Der eine schätzt einen Tag höher ein als den anderen, der andere hält jeden Tag für gleich; jeder sei in seiner eigenen Überzeugung gewiss.

6Wer den Tag beachtet, tut es für den Herrn; und wer isst, isst für den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, lässt es für den Herrn und dankt Gott.

7Denn keiner von uns lebt für sich selbst, und keiner stirbt für sich selbst.

8Denn ob wir leben, wir leben dem Herrn, oder ob wir sterben, wir sterben dem Herrn. Ob wir also leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.

9Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, damit er Herr sei über Tote und Lebende.

10Du aber, warum richtest du deinen Bruder? Und du, warum verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor den Richterstuhl Gottes treten.

11Denn es steht geschrieben: „So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird sich zu Gott bekennen.“

12So wird also jeder von uns für sich selbst vor Gott Rechenschaft ablegen.

13Lasst uns also nicht länger einander richten; entscheidet euch vielmehr dafür, dem Bruder keinen Anstoß und kein Hindernis in den Weg zu legen.

14Ich weiß und bin im Herrn Jesus überzeugt, dass nichts an sich unrein ist; nur für den, der etwas für unrein hält, ist es unrein.

15Wenn nämlich dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, lebst du nicht mehr nach der Liebe. Richte durch dein Essen nicht den zugrunde, für den Christus gestorben ist.

16Lasst also das Gute, das ihr habt, nicht in Verruf kommen.

17Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.

18Denn wer auf diese Weise Christus dient, ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen angesehen.

19Lasst uns also nach dem streben, was dem Frieden dient und einander aufbaut.

20Zerstöre nicht wegen einer Speise das Werk Gottes. Zwar ist alles rein, aber es ist verkehrt für den Menschen, der isst und damit Anstoß erregt.

21Es ist gut, kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken und nichts zu tun, woran dein Bruder Anstoß nimmt.

22Den Glauben, den du hast, behalte für dich selbst vor Gott. Selig ist, wer sich nicht selbst verurteilt in dem, was er für richtig hält.

23Wer aber Zweifel hat und dennoch isst, ist verurteilt, weil es nicht aus Glauben geschieht; alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.