Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 10

Augsburger GenerativBibel mittel

1Brüder, der Wunsch meines Herzens und mein Gebet zu Gott für sie zielen auf ihre Rettung.

2Denn ich bezeuge ihnen, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit der rechten Erkenntnis.

3Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht kennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufrichten wollen, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterstellt.

4Denn Christus ist das Ende des Gesetzes; er bringt jedem, der glaubt, die Gerechtigkeit.

5Mose schreibt nämlich von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: Der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben.

6Die Gerechtigkeit aber, die aus dem Glauben kommt, sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? - nämlich um Christus herabzuholen;

7oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? - nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen.

8Doch was sagt sie? Das Wort ist nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen. Das ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen.

9Wenn du nämlich mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.

10Denn mit dem Herzen glaubt man und wird gerecht, und mit dem Mund bekennt man und wird gerettet.

11Denn die Schrift sagt: Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.

12Da gibt es keinen Unterschied zwischen Jude und Grieche; denn ein und derselbe ist Herr über alle und ist reich für alle, die ihn anrufen.

13Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

14Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen, der verkündigt?

15Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht gesandt werden? So wie geschrieben steht: Wie schön sind die Füße derer, die das Gute als gute Botschaft bringen!

16Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam gewesen. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?

17Der Glaube kommt also aus dem Hören, das Hören aber durch das Wort Christi.

18Doch ich frage: Haben sie etwa nicht gehört? Im Gegenteil: Über die ganze Erde ist ihre Stimme ausgegangen und bis an die Enden der bewohnten Welt ihre Worte.

19Doch ich frage: Hat Israel es etwa nicht verstanden? Schon Mose sagt als Erster: Ich werde euch eifersüchtig machen auf ein Volk, das gar kein Volk ist; durch ein unverständiges Volk werde ich euch zum Zorn reizen.

20Jesaja aber wagt es sogar und sagt: Ich wurde von denen gefunden, die mich nicht suchten; ich zeigte mich denen, die nicht nach mir fragten.

21Zu Israel aber sagt er: Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk.