Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Offenbarung 9

Augsburger GenerativBibel mittel

1Und der fünfte Engel stieß in die Posaune; da sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und ihm wurde der Schlüssel zum Schacht des Abgrunds gegeben.

2Und er öffnete den Schacht des Abgrunds, und aus dem Schacht stieg Rauch auf wie der Rauch eines großen Ofens, und Sonne und Luft wurden durch den Rauch des Schachtes verfinstert.

3Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und ihnen wurde Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht haben.

4Und es wurde ihnen gesagt, sie sollten weder das Gras der Erde noch irgendetwas Grünes noch irgendeinen Baum schädigen, sondern allein die Menschen, die nicht das Siegel Gottes auf ihren Stirnen tragen.

5Und es wurde ihnen erlaubt, die Menschen nicht zu töten, sondern sie fünf Monate lang zu quälen; und ihre Qual war wie die Qual durch einen Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.

6Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und ihn nicht finden; sie werden sich danach sehnen zu sterben, doch der Tod flieht vor ihnen.

7Und die Heuschrecken sahen aus wie Pferde, die zum Krieg gerüstet sind; auf ihren Köpfen trugen sie etwas wie goldene Kronen, und ihre Gesichter waren wie Menschengesichter.

8Und sie hatten Haare wie Frauenhaare, und ihre Zähne waren wie die von Löwen.

9Und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rauschen ihrer Flügel klang wie das Dröhnen von Streitwagen, die mit vielen Pferden in die Schlacht stürmen.

10Und sie haben Schwänze wie Skorpione, mit Stacheln, und in ihren Schwänzen liegt ihre Macht, die Menschen fünf Monate lang zu schädigen.

11Sie haben einen König über sich, den Engel des Abgrunds; auf Hebräisch heißt er Abaddon, und auf Griechisch trägt er den Namen Apollyon.

12Das erste Wehe ist vorüber; siehe, danach kommen noch zwei weitere Wehe.

13Und der sechste Engel stieß in die Posaune; da hörte ich eine Stimme von den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott steht,

14Sie sagte zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: „Lass die vier Engel frei, die am großen Strom Euphrat gebunden sind!“

15Und die vier Engel wurden losgelassen, die für die bestimmte Stunde, den Tag, den Monat und das Jahr bereitgehalten waren, um ein Drittel der Menschen zu töten.

16Und die Zahl der Reiterheere betrug zweihundert Millionen; ich hörte ihre Zahl.

17Und so sah ich in der Vision die Pferde und ihre Reiter: Sie trugen Panzer, feuerrot, dunkelblau und schwefelgelb; die Köpfe der Pferde waren wie Löwenköpfe, und aus ihren Mäulern kamen Feuer, Rauch und Schwefel hervor.

18Durch diese drei Plagen wurde ein Drittel der Menschen getötet: durch das Feuer, den Rauch und den Schwefel, die aus ihren Mäulern kamen.

19Denn die Macht der Pferde liegt in ihren Mäulern und in ihren Schwänzen; denn ihre Schwänze gleichen Schlangen und haben Köpfe, und damit fügen sie Schaden zu.

20Und die übrigen Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet worden waren, kehrten dennoch nicht um von den Werken ihrer Hände, sodass sie weiterhin die Dämonen anbeteten und die Götzenbilder aus Gold, Silber, Bronze, Stein und Holz, die weder sehen noch hören noch gehen können.

21Und sie kehrten nicht um von ihren Morden, ihren Zaubereien, ihrer Unzucht und ihren Diebstählen.