Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 25

Augsburger GenerativBibel mittel

1Dann wird das Himmelreich zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und hinauszogen, dem Bräutigam entgegen.

2Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf klug.

3Denn die Törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber kein Öl mit sich;

4die Klugen aber nahmen Öl in Gefäßen mit, zusammen mit ihren Lampen.

5Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle müde und schliefen ein.

6Mitten in der Nacht aber ertönte ein Ruf: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, zur Begegnung!

7Da wachten alle jene Jungfrauen auf und machten ihre Lampen zurecht.

8Die Törichten aber sagten zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen gehen aus.

9Die Klugen aber antworteten: Es könnte sonst nicht für uns und euch reichen; geht lieber zu den Händlern und kauft euch selbst welches.

10Während sie aber weggingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm zur Hochzeit hinein, und die Tür wurde verschlossen.

11Später kamen dann auch die übrigen Jungfrauen und sagten: Herr, Herr, mach uns auf!

12Er aber antwortete: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.

13Wacht also, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde.

14Denn es ist wie bei einem Menschen, der vor einer Reise seine Knechte rief und ihnen sein Vermögen übergab,

15und dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten, und verreiste. Sogleich

16machte sich der, der die fünf Talente bekommen hatte, daran, mit ihnen zu wirtschaften, und gewann weitere fünf dazu;

17Ebenso gewann der mit den zwei Talenten zwei weitere dazu.

18Der aber das eine bekommen hatte, ging weg, grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.

19Nach langer Zeit aber kam der Herr jener Knechte und hielt Abrechnung mit ihnen.

20Da trat der herzu, der die fünf Talente bekommen hatte, brachte weitere fünf und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir übergeben; sieh, fünf weitere habe ich dazugewonnen.

21Sein Herr sagte zu ihm: Gut so, du guter und treuer Knecht! Über weniges bist du treu gewesen, über vieles werde ich dich setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.

22Es trat auch der mit den zwei Talenten herzu und sagte: Herr, zwei Talente hast du mir übergeben; sieh, zwei weitere habe ich dazugewonnen.

23Sein Herr sagte zu ihm: Gut so, du guter und treuer Knecht! Über weniges bist du treu gewesen, über vieles werde ich dich setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.

24Dann trat auch der herzu, der das eine Talent bekommen hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mensch bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast.

25Aus Furcht ging ich weg und versteckte dein Talent in der Erde. Sieh, hier hast du, was dir gehört.

26Sein Herr aber antwortete ihm: Du böser und fauler Knecht! Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe?

27Dann hättest du mein Geld bei den Geldwechslern anlegen sollen, und ich hätte bei meiner Rückkehr das Meine mit Zinsen zurückbekommen.

28Nehmt ihm darum das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat;

29Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.

30Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

31Wenn aber der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

32Und alle Völker werden vor ihm versammelt, und er wird sie voneinander trennen, so wie der Hirte die Schafe von den Ziegenböcken trennt.

33Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Ziegenböcke aber zu seiner Linken.

34Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters! Nehmt das Reich in Besitz, das seit Grundlegung der Welt für euch bereitet ist.

35Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen;

36ich war nackt, und ihr habt mich gekleidet; ich war krank, und ihr habt nach mir gesehen; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.

37Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben? Oder durstig und dir zu trinken gegeben?

38Wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen? Oder nackt und dich gekleidet?

39Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und sind zu dir gekommen?

40Und der König wird ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

41Dann wird er auch zu denen zu seiner Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist.

42Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

43ich war fremd, und ihr habt mich nicht aufgenommen; nackt, und ihr habt mich nicht gekleidet; krank und im Gefängnis, und ihr habt nicht nach mir gesehen.

44Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und dir nicht geholfen?

45Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

46Und diese werden in die ewige Strafe gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.